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HITZKIRCH: Theateraufführungen stehen auf der Kippe

Die Aula in der Polizeischule wird umgebaut. Deshalb muss die Theatergesellschaft Rabenbühne einen neuen Standort suchen. Wo die Aufführungen stattfinden, ist unklar. In der Pole-Position: das Schloss Heidegg.
Szene aus dem Stück «Hexenjagd» der Rabenbühne in der Aula der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch. (Bild: Dominik Wunderli (26. Oktober 2016))

Szene aus dem Stück «Hexenjagd» der Rabenbühne in der Aula der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch. (Bild: Dominik Wunderli (26. Oktober 2016))

Seit 2012 führt die Theatergesellschaft Rabenbühne Hitzkirch ihre Theater alle zwei Jahre in der Aula der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch (IPH) auf. Damit ist ab 2018 Schluss, denn die Aula in der Polizeischule wird umgebaut. «Ich bedaure das sehr», sagt Tatjana Troxler, Präsidentin der Rabenbühne. Danach fehle die nötige Infrastruktur für Theateraufführungen. Die Theatergesellschaft hat deshalb mit einem Brief bei der Gemeinde und der Polizeischule interveniert und ihr Bedauern geäussert. Am Ende sei man vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

Martin Rey, Leiter Infrastruktur und Seminarzentrum bei der IPH, bestätigt auf Anfrage den Umbau im kommenden Jahr. «Die Aula ist in der heutigen Form für uns nur eingeschränkt nutzbar.» Die Polizeischule benötige zusätzliche Räume. Zudem werde die Aula von externen Kunden wenig gebucht und sei nur während einiger weniger Anlässe im Jahr ausgelastet. Das Gebäude ist über 40 Jahre alt und dadurch entsprechend sanierungsbedürftig. Geplant ist, dass der heute gestufte Raum zur stufenlosen Ebene umgebaut wird und somit bis zu drei Schulungsräume flexibel realisiert werden können.

«Genau der Verlust dieser Zuschauertribüne schmerzt die Theatergesellschaft besonders», sagt Tatjana Troxler. «Wir haben uns deshalb entschieden, einen neuen Aufführungsort für die Theaterproduktion im Jahr 2018 zu suchen.»

Theateraufführungen im Schloss Heidegg?

Laut Troxler geniessen die Theaterprojekte bei der Bevölkerung und den Behörden einen grossen Rückhalt. «Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere wieder auf», ist die Präsidentin zuversichtlich. Derzeit steckt die Theatergesellschaft in Verhandlungen mit dem Schloss Heidegg. Aber auch andere Standorte werden geprüft, wie etwa Räume im Gasthaus Hämikerberg oder im Landgasthof Linde in Müswangen. Eignen würde sich auch eine leere Scheune, ein grosser Estrich oder eine unbenutzte Fabrikhalle wie diejenige auf dem ehemaligen Granador-Areal in Hitzkirch.

Gesucht wird ein Spielort für eine Theaterproduktion, die Platz und Zeit bietet für Aufführungen über eine Zeitspanne von sechs Wochen, die wie bis anhin jeweils im Oktober und November stattfinden sollen. Weil die Produktionen im Zweijahresrhythmus über die Bühne gehen, seien sie mitsamt den Vorarbeiten stets etwas grösser. WC-­Anlagen, Schminkräume sowie die Möglichkeit, eine Theaterbar zu integrieren, sind weitere Wunschkriterien. Troxler ist sich bewusst, dass es schwierig ist, ­geeignete Räume mit 200 bis 250 Sitzplätzen im Grossraum Hitzkirch zu finden.

Auf die Frage, ob sich die Gemeinde finanziell am Umbau der Aula IPH, die auch von anderen Dorfvereinen genutzt wird, beteiligen soll, winkt Troxler ab: «Die Gemeinde soll das Geld lieber sparen und in eine gemeindeeigene Lösung investieren, am liebsten in einen Kultursaal mit Bühne und Zuschauertribüne.»

Bis es so weit ist, könnte es noch Jahre dauern. «Die Gemeinde erarbeitet derzeit eine neue Immobilienstrategie. Dabei wird auch der Bau einer Mehrzweckhalle mit zusätzlichem Bühnenraum geprüft», wie Daniel Eugster, Finanzvorsteher der Gemeinde Hitzkirch, sagt. Die Strategie wird im August der Bevölkerung vorgestellt. Voraussichtlich im Dezember befindet die Gemeindeversammlung über den Planungsbericht. So lange warten will Tatjana Troxler nicht. Sie hofft, in den nächsten Wochen eine Lösung zu finden, damit die nächste Produktion für 2018 in Angriff genommen werden kann.

René Meier

rene.meier@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Vorschläge für einen neuen Spielort nimmt die Rabenbühne Hitzkirch unter 041 460 36 08 oder kontakt@rabenbühne.ch entgegen.

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