Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HITZKIRCH/ERMENSEE: Neuer Investor will sich Zeit lassen

Mit dem Verkauf des jahrelang brachliegenden Granador-Areals kommt Bewegung in dessen Entwicklung. Bis konkrete Pläne vorliegen, könnte es aber länger dauern, als den Gemeinden lieb ist.
Ernesto Piazza
Gemeindepräsident Reto Spörri auf dem Granador-Areal. (Bild: Pius Amrein (Ermensee, 22. März 2017))

Gemeindepräsident Reto Spörri auf dem Granador-Areal. (Bild: Pius Amrein (Ermensee, 22. März 2017))

Areal Hitzkirch Zug AG heisst der neue Eigentümer des ehemaligen Granador-Areals auf Hitzkircher und Ermenseer Boden. Das hat die Fenaco Genossenschaft letzte Woche mitgeteilt (Ausgabe vom 22. Februar). Der Kaufvertrag ist unterzeichnet und per 31. März rechtsgültig. Zum Transaktionspreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Josef Sommer, Departementsleiter Infrastrukturen und Nachhaltigkeit bei der Fenaco Genossenschaft sagt: «Mit der Areal Hitzkirch Zug AG konnte ein geeigneter Investor gefunden werden, der das Gebiet professionell weiterentwickeln will.»

Die zur Diskussion stehende Fläche misst knapp 40 000 Quadratmeter. Das entspricht rund sechs Fussballfeldern. Davon sind etwa 18 000 Quadratmeter auf Hitzkircher Boden. Diese wurden Ende Mai 2016 in eine Wohn- und Arbeitszone überführt. Die restliche Fläche befindet sich in der Gemeinde Ermensee, im Gebiet Tampitäller. Von diesen 21 500 Quadratmetern sollen im Frühling an einer Gemeindeversammlung 11 500 Quadratmeter durch eine Teilrevision des Zonenplans auch in eine Mischzone übergehen. 10 000 Quadratmeter werden einer neu formulierten, reinen Arbeitszone zugewiesen.

«Glauben an den Standort im Luzerner Seetal»

Doch was geschieht nun mit den knapp 40 000 Quadratmetern? Als nächsten Schritt wolle man mit den Gemeinderäten von Ermensee und Hitzkirch zusammensitzen, um die Bedürfnisse abzuklären, sagt Christof Meyer, Chief Investment Officer (CIO) der Sayano Family Office AG mit Sitz in Wollerau. Die in Zug domizilierte Areal Hitzkirch Zug AG ist eine Tochtergesellschaft dieses Unternehmens. Zu den Beweggründen des Kaufs erklärt Meyer: «Die Familie Ketterer mit ihrer Sayano Family Office AG investiert einen Teil ihres Vermögens unter anderem in Schweizer Immobilienprojekte.» Neben dem Grundstück im unteren Seetal gehört auch das kürzlich erworbene Crypto-Areal in Steinhausen zum Vermögen der in Rüschlikon wohnhaften Familie. Und weiter sagt der CIO: «Wir glauben an den Standort im unteren Luzerner Seetal, befinden uns aber nicht unter Zeitdruck.» Er geht davon aus, dass das erworbene Grundstück «mittelfristig» überbaut wird. Konkretere Angaben betreffend Zeitschiene lässt er sich nicht entlocken. Was er hingegen betont, ist: «Es handelt sich nicht um ein Spekulationsobjekt.» Durch einen Architekturwettbewerb wolle man eine gute Lösung anstreben und damit eine Win-win-Situation schaffen.

Und wie sehen die beiden Gemeindepräsidenten die Situation? «Unser Ziel ist es, dass mit dem Areal in absehbarer Zeit etwas passiert», erklärt der Er­menseer Reto Spörri (FDP). Das heisst: Möglichst zügig soll ein Gestaltungsplan in Angriff genommen werden. So, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren eine erste Bautätigkeit in der Mischzone auf dem ehemaligen Granador-Areal starten kann. Ob das auf Ermenseer oder Hitzkircher Boden ist, werde man sehen, so Spörri. Denn der Gestaltungsplan läuft über das Territorium beider Kommunen. Er habe mit dem neuen Investor ein «sehr gutes Gefühl», erklärt der Hitzkircher David Affentranger (CVP). Der Verkauf sei aber doch plötzlich gekommen. Daher gehe es jetzt auch darum, dem Käufer die eigenen Ideen zu präsentieren. «Wir werden uns für ein nachhaltiges Bauen einsetzen und bevorzugen einen guten Mix von Wohnen und Arbeiten.»

Neues Pumpwerk soll 2019 in Betrieb gehen

Mit der Veräusserung des seit 2005 brachliegenden ehemaligen Granador-Areals kommt jetzt definitiv Bewegung in deren Entwicklung. Dass sich der Verkaufsprozess mehrere Jahre hinzog, war vor allem dem Thema Wasserversorgung geschuldet. Jetzt soll die auf dem Hitzkircher Teil des Areals liegende Schutzzone kurz- bis mittelfristig aufgehoben werden. In diesem Zusammenhang ist auf dem Gemeindegebiet Ermensee ein neues Grundwasserpumpwerk geplant. Gemeindepräsident Reto Spörri hofft, dass im Sommer mit dem Leitungsbau begonnen und der neue Bezugsstandort anfangs 2019 in Betrieb genommen werden kann. Die Gespräche mit der Wasserversorgung und der Gemeinde Ermensee seien in den Verhandlungen offengelegt worden, sagt Alice Chalupny, Leiterin Medienkommunikation bei der Fenaco Genossenschaft. Zudem hat die rechtskräftige Umzonung in Hitzkirch die Planungssicherheit für den Investor erhöht.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.