HOCHDORF: 24-Jährige täuscht Raubüberfall vor

Alles nur erfunden: Der Raubüberfall, den die Luzerner Polizei am Dienstag in Hochdorf vermeldete, war nur vorgetäuscht. Das angebliche Opfer ist geständig.

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Eingang der Post-Filiale in Hochdorf. (Bild: René Meier)

Eingang der Post-Filiale in Hochdorf. (Bild: René Meier)

Eine 24-jährige Frau hat einen angeblichen Raubüberfall auf sie vor der Post in Hochdorf am Dienstag nur vorgetäuscht. Sie wollte damit Geld ihres Arbeitgebers, dass sie am Schalter einzahlen sollte, für sich behalten. Die Polizei deckte den Schwindel auf. Die Schweizerin ist geständig.

Wie die Luzerner Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, hätte die Angestellte eines Verkaufsgeschäfts die Tageseinnahmen ihres Arbeitgebers am Postschalter einzahlen sollen. Stattdessen gab sie vor der Post einer Passantin an, von einem unbekannten Mann bedroht und ausgeraubt worden zu sein.

Die Polizei leitete am Dienstagmorgen eine Grossfahndung ein. Sie stellte aber bei den Aussagen des mutmasslichen Opfers Ungereimtheiten fest. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft ist die Frau geständig, dass sie den Überfall vortäuschte. Ein solcher habe nie stattgefunden.

Die Polizei konnte das Geld sicherstellen. Laut Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft hatte die Frau das Geld ihres Arbeitgebers stets auf sich getragen. Gegen die Frau wurde eine Strafuntersuchung eingeleitet. Den Zeugenaufruf vom Dienstag zieht die Luzerner Polizei zurück.

 nop/sda