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HOCHDORF: Bald dampft und faucht es wieder bei der Remise

Freunde von nostalgischen Eisenbahnen treffen sich am Wochenende beim Remisenfest des Vereins Historische Seethalbahn. Dessen Know-how ist auch im benachbarten Tal gefragt.
Eisenbahn-Fans am letztjährigen Remisenfest in Hochdorf. (Bild: Nadia Schärli (4. September 2016))

Eisenbahn-Fans am letztjährigen Remisenfest in Hochdorf. (Bild: Nadia Schärli (4. September 2016))

«Original trifft Modell – Modell trifft Original»: Unter diesem Motto findet am Wochenende in Hochdorf das 10. Remisenfest statt. «Der Anlass ist längst nicht mehr nur eine Veranstaltung für Liebhaber von nostalgischen Eisenbahnen», sagt der Präsident des organisierenden Vereins Historische Seethalbahn, Marcel Anderhub. Die Veranstaltung geniesse auch bei der übrigen Bevölkerung mittlerweile viel Resonanz. So hoffen die Organisatoren an den beiden Tagen auf insgesamt rund 1000 Besucher.

In der Remise lassen Modellbauer aus Holland, Luxemburg, Frankreich, Deutschland und der Schweiz ihre Kleinversionen laufen und demonstrieren zugleich, wie viel filigranes Fingerspitzengefühl notwendig ist, um diese Loks und Waggons samt passendem Zubehör zu fertigen.

Zwei Projekte verschlingen viel Geld

Draussen gibt es am Wochenende aus der «guten, alten Zeit» verschiedene Objekte in Originalzustand und -grösse zu bewundern. So konnte der Verein beispielsweise 1995 mit der letzten originalen Seetalbahn-Dampflokomotive «Beinwil» einen «einmaligen Zeugen aus der Gründerzeit» in Betrieb nehmen, wie Anderhub betont. Letztes Jahr sind mit der «NOB 456» eine weitere Dampflok und als Dauerleihgabe der Oensingen-Balsthal-Bahn (OeBB) das «Krokodil» dazugestossen. Diese drei Lokomotiven sind permanent in der unter Denkmalschutz stehenden Remise stationiert. Weiter kommen für den Anlass von der Dampfbahn Bern die grosse Dampflok «Habersack» sowie die Rangierlok «Tem 225056» auf Besuch. Zudem gibt es diverse Wagenkompositionen zu sehen. Geplant sind ebenfalls – neben einem Dampfzubringer am Samstag ab Luzern – Rundfahrten in Richtung Eschenbach und Hitzkirch.

Ein sich im Eigentum des Vereins befindender Original-Seetalwagen kann ebenfalls bewundert werden. Er sei jedoch erst in ein bis eineinhalb Jahren wieder fahrtüchtig, sagt Anderhub. Das «Innenleben» müsse neu aufgearbeitet werden. Nur schon das Entfernen des Asbest kostete rund 25 000 Franken. «Zudem wird aktuell unser ‹roter› Seetaler revidiert», so der Präsident. Dazu gehört neben der anstehenden Fahrgestellrevision auch, dass er mit der originalgrünen Farbe versehen wird. Der finanzielle Rahmen der beiden Projekte schätzt Anderhub auf zirka 200 000 Franken.

Mittlerweile hat der Verein die Schwelle von 200 Mitgliedern überschritten. Monetär wird er von Stiftungen, Kanton, Gemeinden und privaten Spenden unterstützt. Auch Sonderfahrten und ein Anlass wie das Remisenfest helfen, den grossen finanziellen Bedarf zu decken. «Unlängst sind wir vom Bundesamt für Verkehr auch auditiert worden», sagt der Präsident. Mit dem Resultat: Dem Verein Historische Seethalbahn wurde für die nächsten fünf Jahre die Verkehrsbewilligung erteilt.

In dem Zusammenhang sei der Verwaltungsrat der Sursee-Triengen-Bahn AG an sie herangetreten, erklärt Anderhub. «Sie fragten uns an, ob wir ihren Bahnbetrieb, den bisher der Dampfverein Surental machte, professionell weiter betreiben wollen.» Und so stellte der Verein bereits bei der im September endenden Saison das Know-how zur Verfügung und managte den operativen Teil. «Ab nächstem Jahr fahren wir – im Auftrag der Sursee-Triengen-Bahn – in eigener Verantwortung», erklärt Anderhub.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Infos zum Remisenfest in Hochdorf gibt es unter: www.historische-seethalbahn.ch.

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