HOCHDORF: Die feurigen Guuggen heizen allen ein

Weniger Schminke und mehr Grende gabs am Hochdorfer Rüüdige Samschtig zu sehen. Und Hochstehendes zu hören.

Drucken
Teilen
Die Gleishüüler aus Geuensee mit Tambourmajor Marc Steiger am Rüüdige Samschtig in Hochdorf. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Die Gleishüüler aus Geuensee mit Tambourmajor Marc Steiger am Rüüdige Samschtig in Hochdorf. (Bild Adrian Stähli/Neue LZ)

Der mächtige Tatzelwurm von 15 Guuggenmusigen setzte sich am Rüüdige-Samschtig-Abend in Richtung Brauiplatz Hochdorf in Bewegung. Angeführt wurde er von der Tambourengruppe Hochdorf und dem Martinipaar Reto und Rita Bamert. Die Hochdorfer Guuggenmusig Räbedibäms, die das Riesenmonster vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte, spielten mit ihrem mächtigen Tambourmajor auf musikalisch hoch stehendem Niveau. Sie verfügen trotz Finanzkrise immer noch über nicht weniger als acht Sousafone.

Erfreulich, dass immer mehr Musigen auf geschminkte Gesichter verzichten und mit fantasievoll gestalteten Grenden die Zuschauer erfreuen. Mit rhythmischen Bewegungen begeisterten die Cocoricos aus Hünenberg. Die Wybärgschrecke Hitzkirchertal kamen mit ihren glatzköpfigen Grenden gar gfürchig daher. Nicht enden wollte die Gruppe der Philharmoguugger Hofdere, die ihr 30-Jahr-Jubiläum feiert. Auch die Gleishüüler aus Geuensee kamen gut an. Zum Schluss hatte jede Musig Gelegenheit, am Monsterkonzert auf dem Brauiplatz den zumeist kostümierten Besuchern mit ihren schrägen Tönen einzuheizen.

Anton A. Oetterli