Hochdorf-Gruppe mit Rekordgewinn

Der Milch- und Weizenverarbeiter Hochdorf hat 2011 so viel produziert wie nie zuvor. Hohe Zusatzkosten und der starke Franken liessen den Ertrag aber einbrechen. Nur dank des Verkaufs einer Tochterfirma weist die Gruppe unter dem Strich einen Rekordgewinn aus.

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Annelise Stocker packt ein Produkt für den chinesischen Markt ab. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Annelise Stocker packt ein Produkt für den chinesischen Markt ab. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Hochdorf bezeichnet in einer Mitteilung vom Mittwoch das Geschäftsergebnis vom letzten Jahr als «ambivalent». Der Reingewinn verdreifachte sich zwar von 4,137 Millionen auf 12,381 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) halbierte sich aber von 4,096 Millionen auf 1,898 Millionen Franken.

Gemäss Hochdorf gibt es mehrere Gründe für das «nicht zufriedenstellende» operative Ergebnis. Auf den Ertrag drückte etwa der teure Franken. Wegen der Währungsturbulenzen mussten auch Lagerabwertungen vorgenommen werden. Dazu kamen Kosten für die Inbetriebnahme einer neuen Produktionslinie und für Beratungen. Grosse Investitionen in den Vorjahren führten ferner zu höheren Abschreibungen.

Mit dem Verkauf der Tochter Nutribake im April 2011 gingen auch 2 Millionen Franken Ertrag verloren. Allerdings liess diese Veräusserung auch den Reingewinn auf ein Rekordniveau steigen.

Einen weiteren Rekordwert erreichte Hochdorf beim Produktionsvolumen. Die Gruppe stellte in ihren Werken insgesamt 92'394 Tonnen Produkte her. Das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent. Der Bruttoumsatz belief sich auf 346,574 Millionen Franken (-1,4 Prozent).

Drei Produktionsstandorte

Hochdorf besitzt Produktionsstandorte in Hochdorf LU, Sulgen TG und in Litauen. Hergestellt werden Milchprodukte (Swiss Milk AG), Säuglingsnahrung (Nutricare AG) sowie Gesundheits- und Sportlernahrung (Nutrifood AG). Vor allem beim Verkauf der Weizenprodukte war der teure Franken ein Nachteil.

Für das laufende Jahr rechnet Hochdorf mit einem Umsatzwachstum von 4 bis 8 Prozent. Dazu beitragen soll vor allem die Sparte Säuglingsnahrung. Dort erwartet Hochdorf trotz Frankenstärke eine Steigerung von 30 bis 40 Prozent.

Verbessern will sich die Gruppe bei der Rentabilität. Währungsbereinigt hätten die bisherigen Anstrengungen nicht gereicht, um im Export den starken Franken ganz auszugleichen und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern, schreibt Hochdorf in ihrer Mitteilung. Deshalb solle die Auslastung der Anlagen erhöht werden.

sda