HOCHDORF: Neuer Anlauf für Steuererhöhung in Hochdorf

Die Rechnung der Gemeinde Hochdorf schliesst mit einem schlechten Ergebnis ab. Die Gemeinde muss den Fehlbetrag in den nächsten Jahren abtragen.

Pd/Rem
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Blick auf die Gemeinde Hochdorf. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf die Gemeinde Hochdorf. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das schlechte Ergebnis zeige, dass die Gemeinde in den kommenden Jahren sehr sorgfältig mit ihren Finanzen umgehen und entsprechende Massnahmen umsetzen muss. «Dazu gehört die Weiterführung der eingeleiteten Optimierungsmassnahmen sowie eine Korrektur des Steuerfusses», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Das Hochdorfer Stimmvolk hat Ende 2011 eine Steuererhöhung von 1,9 auf 1,95 Einheiten abgelehnt und dies im Sommer nochmals bestätigt.

Die Gemeinde Hochdorf schliesst ihre Laufende Rechnung 2012 mit einem Aufwandüberschuss von 1,68 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 172'000 Franken.

Laut Mitteilung der Gemeinde hat das schlechte Ergebnis verschiedene Ursachen:

  • Restfinanzierung der Pflegekosten: Mehraufwand von 361'000 Franken.
  • Der Steuerertrag des Laufendes Jahres fiel um 1,34 Millionen Franken tiefer aus. Davon sind rund 570'000 Franken auf die Ablehnung der Steuerfusserhöhung um 0.05 Einheiten durch die Stimmberechtigten zurückzuführen. Zudem haben die kantonalen Steuergesetzrevisionen zu mehr Steuerausfällen als angenommen geführt.
  • Bei den Handänderungssteuern und Grundstückgewinnsteuern konnte das Budget nicht erreicht werden, da diverse Landverkäufe von Seiten privater Eigentümer im 2012 nicht getätigt werden konnten.


Die Gemeinde muss den Fehlbetrag in den nächsten zehn Jahren mit jährlich 116'000 Franken abtragen. Die Gemeinde wird am 27. Mai detailliert über die Rechnung informieren. Die Rechnung wird den Hochdorferinnen und Hochdorfer an der Urne am 9. Juni vorgelegt.