HOCHDORF: Rüüüüüüüdig lauter Samstag in Hochdorf

Am Rüüdigen Samschtig hauten die Guuggenmusigen auf die Pauke. Mit dabei war auch eine aus Deutschland.

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(Bild Anton A. Oetterli/Neue LZ)

(Bild Anton A. Oetterli/Neue LZ)

Angeführt von den Hochdorfer Tambouren, wälzte sich am Samstagabend ein kakofonischer Tatzelwurm über die Hauptstrasse zum Brauiplatz. Dort fanden auf zwei Bühnen die Platzkonzerte statt.

Gewänder aus Militärdecken
Die Gewänder der Guuggenmusigen waren vielfach düster, Grende gab es wie auf dem Land üblich praktisch keine. Musikalisch gab es grosse Unterschiede. So bevorzugten die Räbedibäms Hochdorf, die ihr 40-Jahr-Jubiläum feiern, vermehrt die alten Ohrwürmer, während die jüngeren Musigen eher dem Zeitgeist folgten. Der Rüüdige Samschtig in Hochdorf zog Guuggenmusigen von weit her an. Unter den Gästen waren die Rhy-Gusler aus Schaffhausen mit ihren Kostümen aus alten Militärdecken sowie die Guuggenmusig Isny aus dem Allgäu in Deutschland.

«Es ist ganz toll, wie die Bevölkerung mitmacht», freut sich Präsident Mike Bernard vom OK Fasnacht, das den Anlass seit 1992 organisiert. Höchster Hochdorfer Fasnächtler ist Martinivater Robert Stadelmann, der morgen Nachmittag beim Umzug seinen Höhepunkt feiert. Musikalische Abwechslung boten auch vier Kleinformationen, die bis lange nach Mitternacht in den verschiedenen Lokalen aufspielten.

Anton A. Oetterli