Hochdorf
Wettbewerb um leerstehendes Gebäude im Dorfzentrum ist eröffnet

Der Hochdorfer Gemeinderat will das Dorfleben lebendiger gestalten – und hat hierfür ein Haus im Dorfkern erworben. Jetzt sucht er Nutzerinnen und Nutzer mit kreativen Ideen.

Livia Fischer
Merken
Drucken
Teilen
Das Haus an der Hauptstrasse 14 (Mitte) soll bald wieder belebt werden.

Das Haus an der Hauptstrasse 14 (Mitte) soll bald wieder belebt werden.

Bild: PD

Um künftig «aktiv Einfluss auf die Dorfgestaltung zu nehmen,» kaufte die Gemeinde Hochdorf Ende letzten Jahres ein Grundstück mitten im Zentrum. Genauer gesagt die Immobilie an der Hauptstrasse 14 – da, wo sich bis zu Weihnachten etwa noch die Sternenboutique befand. Geplant ist, im Dorfkern Begegnungs- und Grünzonen sowie Freiräume zu schaffen.

Nun hat die Gemeinde die Räumlichkeiten des Wohn- und Geschäftshauses mit Nebengebäude zur Vermietung ausgeschrieben. FDP-Gemeinderat Reto Anderhub sagt: «Gesucht wird eine Nutzung, die eine Aufwertung des Zentrums mit sich bringt.» Konkrete Vorstellungen, wie solch eine Aufwertung aussehen soll, hat er noch nicht; auch eine bestimmte Zielgruppe hat der Gemeinderat nicht definiert. «Es gibt so viele Möglichkeiten. Wir sind offen und lassen uns überraschen, was für Ideen die Interessenten überhaupt haben», so der Ressortleiter Finanzen, Wirtschaft, Jugend und Sport.

Zur Vermietung steht auch noch dieses Nebengebäude.

Zur Vermietung steht auch noch dieses Nebengebäude.

Bild: zVg

Siegerprojekt soll Mitte April erkoren werden

Um eine möglichst grosse Auswahl zu haben, führt der Gemeinderat einen Konzept-Wettbewerb durch. Bestimmte Bewertungskriterien hat das fünfköpfige Gremium im Voraus nicht definiert – man wolle bewusst keine Grenzen setzen. Im Fokus stehe aber klar der Mehrwert für die Bevölkerung. «Auch eine optische Aufwertung wäre schön und es soll etwas Kreatives sein.» Punkto Lärmpegel sagt der 34-Jährige: «Dass es keine sehr laute Nutzung sein kann, ist klar. In meinen Augen aber soll das Zentrum ja auch leben.»

Bis die Eingabefrist Mitte März abläuft, dürften noch einige Vorschläge eingehen. Denn bereits bevor das Gebäude überhaupt offiziell zur Vermietung ausgeschrieben wurde, erhielt der Gemeinderat zahlreiche Anfragen – fünf Interessierte präsentierten auch gleich schon eine konkrete Idee. «Die Vorschläge gehen in ganz unterschiedliche Richtungen: von einer Werkstätte über einen Coiffeursalon bis hin zur Brockenstube», erzählt Anderhub.

Welches Konzept letztlich den Zuspruch erhält, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Anderhub: «Ich rechne damit, dass wir nach Ende der Eingabefrist etwa einen Monat brauchen werden, um eine finale Entscheidung zu treffen. Theoretisch ist es auch möglich, dass verschiedene Nutzer ins Haus kommen. Das bestimmen wir aber erst, wenn alle Bewerbungen eingegangen sind.» Wie lange es dann bis zur Realisierung dauere, komme auf das ausgewählte Projekt respektive die ausgewählten Projekte an – je nachdem, ob bauliche Massnahmen nötig werden. «Unser Ziel ist es aber schon, dass die Räumlichkeiten schnellstmöglich wieder genutzt werden.»