Hochdorfer Gemeinderat will das Schulhaus Avanti für 17 Millionen Franken sanieren und ausbauen

Die Hochdorfer Stimmbevölkerung wird am 27. September über den entsprechenden Sonderkredit befinden.

Pascal Linder
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So soll das Schulhaus Avanti künftig aussehen: Links ist der Zusatzbau zu sehen, in der Mitte der neu gestaltete Aussenbereich und rechts das total sanierte Schulhaus

So soll das Schulhaus Avanti künftig aussehen: Links ist der Zusatzbau zu sehen, in der Mitte der neu gestaltete Aussenbereich und rechts das total sanierte Schulhaus

Visualisierung PD

Bei einem öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb wurde das Siegerprojekt für die Sanierung des Hochdorfer Schulhauses Avanti ermittelt. Dabei setzte sich das Projekt avantihof von Cometti Truffer Architekten durch. «Das obsiegte Projekt überzeugte architektonisch, technisch und finanziell», sagt Gemeinderat und Ressortleiter Bau Roland Emmenegger (FDP). Zu Beginn stand ein Neubau auf dem Standort Sagen zur Debatte. «Mit der jetzigen Lösung bleibt der Standort Sagen frei für eine zukünftige Entwicklung der Schule mit einem Neubau», sagt Emmenegger.

Nebst umfassenden Sanierungsarbeiten des bestehenden Schulhauses ist ein Separatbau geplant. Dort soll die Schulergänzende Betreuung untergebracht werden, damit soll sie künftig vom regulären Schulbetrieb räumlich getrennt sein. Der Separatbau soll in das bestehende Schulgelände auf dem Hof integriert werden. Der Separatbau wird so konstruiert, dass er nach Bedarf aufgestockt werden könnte. Das Dach des Separatbaus dient als neuer und witterungsgeschützter Pausenplatz. Der bisherige Pausenplatz in der Vorzone des Schulhauses wird mittels innerer Verdichtung zu Schulräumen umgenutzt. Das bestehende Schulgebäude wird um 12 Zimmer erweitert und erhält im Zentrum eine zweigeschossige Halle, die als Aufenthalts- und Begegnungszone dienen soll. Dank einer Oblichtverglasung ist die Halle mit Tageslicht durchflutet. Erreichbar ist die Halle über mehrere Eingänge, wobei der jetzige Haupteingang bestehen bleibt. Der Energieverbrauch der Schulanlage wird reduziert und mit der Sanierung zugleich eine Fotovoltaikanlage installiert.

Der Aussenbereich zwischen dem geplanten Separatbau und dem bestehenden Schulhaus soll die Schüler der Tagesschule zum Bewegen einladen. Ein farbiger Tartanbelag mit modellierten Hügeln sowie Slacklines und Trampoline prägen das Bild. Ob all dies realisiert wird, entscheidet letztendlich die Hochdorfer Stimmbevölkerung.

Sonderkredit kommt an die Urne

Der Gemeinderat genehmigte das ausgearbeitete Bauprojekt für die Urnenabstimmung vom 27. September. Dann wird über den Sonderkredit von 17 Millionen Franken abgestimmt. Die Kosten für die Gesamtsanierung belaufen sich auf 12,5 Millionen Franken, der Neubau für die Schulergänzende Betreuung kostet 4 Millionen. Eine halbe Million wurde für die vorgängige Evaluation und den Wettbewerb verwendet. Gemäss Emmenegger stehen die Chancen gut, dass die Stimmbevölkerung den Sonderkredit annimmt:

Roland Emmenegger

Roland Emmenegger

Bild: PD
«Aufgrund der Einbindung und Rückmeldungen von zahlreichen Interessierten dürfen wir zuversichtlich der Abstimmung entgegentreten.»

Läuft alles wie geplant, sollen die Bauarbeiten im Juni 2021 beginnen. Während der rund zweijährigen Bauzeit werden die Schüler in einem Provisorium auf dem roten Sportplatz neben dem Schulhaus unterrichtet. Das Bauprojekt wird am 14. September bei einer Informationsveranstaltung im Kulturzentrum Braui allen Interessierten vorgestellt.

Der Gemeinderat orientiert heute ab 20 Uhr im Kulturzentrum Braui über die Abstimmungsvorlage (Hinweis). Zusätzlich wird die Veranstaltung per Live-Stream übertragen.

Hinweis: Einladung, Infos und Live-Stream sind unter www.hochdorf.ch zu finden. Infolge Covid-19 muss das Contact Tracing sichergestellt sein. Wer an der Orientierungsversammlung teilnimmt, muss sich über www.swissnite.ch oder über den QR-Code auf der Einladung oder per E-Mail an caroline.langenick@hochdorf.ch anmelden.