HOCHDORF/ST. PÖLTEN: Regionale Zauberer machen das Rennen

Die Familie Felder-Meyer aus Hochdorf hat am Wochenende den internationalen Zauberwettbewerb gewonnen. Dieser hat im Rahmen des 53. österreichischen Magierkongresses in St. Pölten bei Wien stattgefunden.

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Haben das Publikum verzaubert: Beat Felder-Meyer, Sybille und Eveline Felder und Theres Meyer Felder (von links). (Bild pd)

Haben das Publikum verzaubert: Beat Felder-Meyer, Sybille und Eveline Felder und Theres Meyer Felder (von links). (Bild pd)

Fast 500 Kongressteilnehmende aus aller Welt, von China bis zu den USA, von Brasilien bis Polen, 35 Wettbewerbsbeiträge aus zehn Ländern – und mittendrin eine Familie aus dem Seetal, die am Schluss den grossen Pokal hochheben kann. «Wir wussten kaum, wie uns geschah, als wir auf die Bühne gebeten wurden», sagt Beat Felder, 53. Er, seine Frau Theres Meyer Felder (48) und ihre Töchter Eveline (16) und Sibylle (14) liessen am 53. österreichischen Magierkongress, der vom 22. bis 25. Mai in St. Pölten bei Wien stattfand, die europäische Elite der Zauberer hinter sich. Der Betrag, den sie für den Gewinn des Hochdorfer Kulturpreises 2007 im vergangenen November erhalten hatten, machte die weite Reise nach Niederösterreich möglich.

«Schon ein bisschen stolz»
«Feldini and Family», wie sich die vier aus Hochdorf nennen, kassierten für das Programm «Windows», das sie mit ihrem Schwarzen Theater zeigten, gleich 400 Punkte. Das reichte nicht nur mit Abstand (59 Punkte vor dem Zweitplatzierten) für den Sieg in der Kategorie «Allgemeine Magie», sondern auch für den Gesamtsieg für die Wettbewerbsdarbietung mit der höchsten Punktzahl überhaupt. Die Feldinis, ganz bescheiden: «Wir sind schon ein bisschen stolz.» Und: «Es ist uns gelungen, zusammen als Familie ein unverhofft grosses Ziel zu erreichen und gemeinsam etwas zu schaffen, was uns verbindet und enorm bereichert.»

Die Jury bestand aus Zauberexperten aus Österreich, Deutschland, Italien, Belgien und der Schweiz. «Es gelang uns, im entscheidenden Moment zur Höchstform aufzulaufen und unser Programm absolut fehlerfrei und stimmig auf die Bühne zu bringen», erzählt Beat Felder. Nicht zuletzt dank der wunderbaren Stimmung des Kongresses und Unterstützung des langjährigen Zauberfreundes der Familie, Hanspeter Birrer alias «Arino», der dem «schwarztheatralische Unternehmen» seit Anbeginn mit Rat und Tat zur Seite stehe. «Nach der Aufführung bekamen wir von namhaften Zauberexperten Komplimente zu hören, von denen wir nie zu träumen gewagt hätten. Offensichtlich ist es uns geglückt, die Menschen mit unserem Theater zu verzaubern», sagt Theres Felder Meyer.

Ruhm, nicht Geld gewonnen
«Es scheint uns, wie wenn wir belohnt worden wären für Hunderte von Arbeits- und Probestunden, die wir seit bald sieben Jahren in unser Schwarzes Theater investiert haben», meint Beat Felder. Der Preis besteht allerdings nicht in einem Geldbetrag, sondern im steigenden Renommee und den Anfragen für Engagements, die der Titel nach sich zieht. Feldinis wollen freilich nichts überstürzen. Den Mann, der sie fragte, wann sie das nächste Mal im Raum München aufträten, baten sie jedenfalls um Geduld. «Ich antwortete, unser nächster öffentlicher Auftritt sei am 11. Juli in Hochdorf anlässlich des Ferienpasses.» Beat Felder schmunzelt: Als nächstes wollen die Hochdorfer Kulturpreisgewinner von 2007 ihrer Heimatgemeinde die Ehre antun.

Dominik Thali/pd