HOCHDORF/ZMP: «Abweichler»-Milchbauern droht Ausschluss

64 Milchproduzenten aus dem Seetal liefern ihre Milch direkt an die Hochdorf-Gruppe. Das ist nicht im Sinne der ZMP. Diese stellen den Direktlieferanten ein Ultimatum.

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Hochdorf-Mitarbeiterin Vera Müller an der Dosenabfüllanlage für Säuglingsmilch. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Hochdorf-Mitarbeiterin Vera Müller an der Dosenabfüllanlage für Säuglingsmilch. (Archivbild Chris Iseli/Neue LZ)

Anstatt an die Genossenschaft der Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) liefern 64 Seetaler Bauern ihre Milch direkt dem lokalen Milchverarbeiter Hochdorf. Je nach Berechnungsgrundlage sind das zwischen 3,5 beziehungsweise 6 Prozent der gesamten ZMP-Milchmenge oder 18 Millionen Kilogramm. Laut Statuten der ZMP ist das allerdings nicht gestattet.

Bis Ende Jahr will der ZMP-Vorstand nun von den Hochdorf-Lieferanten eine schriftliche Zusage, ob sie ab 1. Mai 2010 ihre Milch wieder via die ZMP abliefern. Was ihnen blüht, wenn sie diesen Forderungen nicht nachkommen, liegt noch in der Schwebe. «Der Vorstand will die Hochdorf-Lieferanten nicht von sich aus ausschliessen», sagt Carole Aschwanden, ZMP-Geschäftsführerin ad interim. «Aber sie schliessen sich mit ihrem Verhalten selbst aus.» Wie die Seetaler Milchproduzenten um Peter Brunner nun vorgehen, ist noch nicht klar.

Ueli Kneubühler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.