Hochhäuser: Führt Stadtrat Volk in die Irre?

Hochhausgegner werfen dem Stadtrat vor, das Volk zu täuschen. Dies, weil er nur über den Hochhausstandort Steghof separat abstimmen lassen will.

Drucken
Teilen
So stellen sich die Planer das Gebiet Steghof inklusive Hochhaus vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Planer das Gebiet Steghof inklusive Hochhaus vor. (Bild: PD)

Die Sprache ist deutlich, so wie man es von den Luzerner Hochhausgegnern kennt: «Das erklärte Ziel des Stadtrates ist es nach wie vor, mit der neuen BZO den Bau aller vier Hochhäuser ( ...) durchzudrücken, und zwar ohne Rücksicht auf die betroffene Bevölkerung.» So kritisiert der Verein Stadtbild Luzern, der die in der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) vorgesehenen Hochhausstandorte bekämpft, in einer Mitteilung den Stadtrat.

Grund: Die Stadtregierung will den Hochhausstandort Steghof separat zur Abstimmung bringen. So steht es in der zweiten Auflage zur BZO-Revision. Der Verein Stadtbild Luzern aber will, dass alle vier Standorte zusammen, also auch diejenigen am Pilatusplatz, am Bundesplatz und in der Seeburg, losgelöst von der übrigen BZO zur Abstimmung kommen.

Steghof wirft höchste Wellen

Ruedi Frischknecht, Leiter Stadtentwicklung, gibt dem Verein in zwei Punkten Recht: «Es ist so, dass die Stadt weiterhin an den Standorten festhält. Hochhäuser liegen im Gesamtinteresse der Stadt, da sie zur erwünschten Verdichtung beitragen, ohne Freiräume übermässig zu beanspruchen.» Er räumt dazu ein: «Es hat zu allen Hochhausstandorten Einsprachen gegeben.»

Der Standort Steghof habe aber die mit Abstand höchsten Wellen geworfen. Denn im Gesamtvergleich der Einsprachen gegen die neue BZO sei die Anzahl gegen die anderen drei Hochhausstandorte eher gering und würde vor allem Einzelinteressen betreffen.

Guy Studer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.