Hochschule Luzern entwickelt Holzmodul für Hochhäuser

Um nachhaltiges und verdichtetes Bauen zu vereinfachen, haben Forscher der HSLU ein neues Baumodul entwickelt.

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(jon) Ein Forschungsteam der Hochschule Luzern (HSLU) hat das Potenzial von Holzhybridhochhäusern für die Städte der Zukunft untersucht. Mit dem «Modul17» haben sie dabei einen Baukasten entworfen, der sich beispielsweise für den Bau von Hochhäusern flexibel einsetzen lässt und der wiederverwendbar ist, wie die HSLU kürzlich mitteilte.

Das Forschungsprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützt. Beim «Modul 17» handelt es sich um ein flexibel einsetzbares Baumodul mit einem Grundriss von 17 mal 17 Metern (daher der Name) und einer Höhe von etwa 14,5 Metern. Dadurch könne es sowohl vertikal als auch horizontal eingesetzt werden. Aus mehreren solchen Baumodulen entsteht dann ein Hochhaus. Da die Zwischenwände und -decken freigesetzt werden können, eigne sich das Modul etwa auch für Gewerbe- oder Schulräume.

Holzmodule sind leichter als Beton- und Stahlbauten

Der Vorteil dieser hybriden Bauweise und des entwickelten «Modul 17» sei, dass es zugleich nachhaltig sei und dem verdichteten Bauen Rechnung tragen könne. So bestehe das Modul zu rund 90 Prozent aus Holz. Die Bauten seien dadurch leichter als Beton- oder Stahlkonstruktionen. Auch liesse sich das Material einfach vorfertigen, was die Bauzeit um bis zu 50 Prozent verkürzen und damit die Baukosten senken könne, schreibt die HSLU weiter.