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HOCHSCHULE LUZERN: Für Geldspender gibt’s ein Steuer-Zückerli

Wer für die Stiftung der Hochschule Luzern einen Batzen springen lässt, wird bei den Steuern verstärkt entlastet. Dieses Privileg besitzen im Kanton Luzern nur gut ein Dutzend gemeinnützige Institutionen.
Evelyne Fischer
Das Departement Technik & Architektur der Hochschule in Horw. (Bild: Dominik Wunderli (10. März 2016))

Das Departement Technik & Architektur der Hochschule in Horw. (Bild: Dominik Wunderli (10. März 2016))

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

Bis zu 2 Millionen Franken möchte die Hochschule Luzern mit ihrer 2016 gegründeten Stiftung auftreiben. Die Drittmittel sollen in Projekte fliessen, die nicht im Rahmen des herkömmlichen Budgets umgesetzt werden können. Denn bei diesem ist der Spardruck hoch: Aufgrund der Vorgaben des Konkordats der sechs Zentralschweizer Kantone und des Kantons Luzern fehlen der Hochschule bis 2018 rund 10 Millionen Franken (Ausgabe vom 7. Juni 2016).

Allfälligen Geldgebern gewährt der Kanton Luzern nun ein attraktives Steuerzückerli: Freiwillige Zuwendungen an die Stiftung der Hochschule können bis zu einer Höhe von maximal 30 Prozent des Reineinkommens abgezogen werden. Dieser Beschluss des Regierungsrats vom 14. Februar wurde im aktuellen Kantonsblatt veröffentlicht. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann hatte das Geschäft gestern aufgrund eines externen Termins nicht vorliegen und konnte deshalb keine Stellung nehmen.

Hochschule: Höherer Abzug für Geldsuche «von Vorteil»

Gemäss der geltenden Gesetzesgrundlage können Spenden ab 100 Franken von den Steuern abgezogen werden – bis zur Höhe von höchstens 20 Prozent des Reineinkommens. «Der höhere Abzug ist für die Suche nach Geldgebern sicher von Vorteil», sagt Marc Reinhardt, Leiter Marketing & Kommunikation und Stiftungsrat der Hochschule Luzern. «Dieses Privileg war im Vorfeld der Stiftungsgründung aber kein Thema. Wir stellten lediglich ein Gesuch um Steuerbefreiung.»

Laut Steuergesetz wird ein höherer Abzug gewährt, wenn «ein erhebliches öffentliches Interesse» vorliegt und juristische Personen betroffen sind, «die in beträchtlichem Mass durch den Staat oder die Gemeinden unterstützt werden». Diese Kriterien seien bei der Hochschule erfüllt, sagt Josef Habermacher, Teamleiter bei der Abteilung Juristische Personen der Dienststelle Steuern, auf Anfrage. «Bei Institutionen mit erhöhtem Abzug handelt es sich aber um Ausnahmefälle.»

Bonus gilt auch für Theater und Kunstmuseum

Gut ein Dutzend Einrichtungen sind der Stiftung der Hochschule gleichgestellt: so etwa die Stiftung der Universität Luzern, das Kunstmuseum Luzern oder das Luzerner Theater. Animiert der erhöhte Steuerabzug dazu, eher solchen Einrichtungen zu spenden? Josef Habermacher zweifelt. «Denn es handelt sich um Institutionen, die ohnehin schon staatlich unterstützt werden.»

Die Regierung akzeptiert mit dem Bewilligen solcher erhöhter Abzüge, dass dem Kanton Steuereinnahmen entgehen. Denn: Jeder Abzug mindert die steuerliche Bemessungsgrundlage. «Die Verluste zu beziffern, wäre aber Wahrsagerei», so Habermacher.

Zurück zur Hochschule: Diese will den Stiftungsrat mit «renommierten Persönlichkeiten» bestücken. «Namen können wir wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte bekanntgeben», sagt Reinhardt. Welche Projekte durch Drittmittel finanziert werden, stehe noch nicht fest. «Das Vergabereglement wird erst erarbeitet.»

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