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HOCHSCHULE LUZERN: Vom Disneyland nach Luzern

Christa Niederberger ist eine der Absolventinnen und Absolventen des Master-Studienganges am Institut für Tourismuswirtschaft. Ihr Lebensweg führte sie vom Disneyland über eine Alp bis in die Hotellerie. Jetzt will die 38-Jährige ankommen.
Natalie Ehrenzweig
Christa Niederberger am Inseli; Hotels wie jene im Hintergrund waren Thema ihrer Arbeit. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 21. September 2017))

Christa Niederberger am Inseli; Hotels wie jene im Hintergrund waren Thema ihrer Arbeit. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 21. September 2017))

Natalie Ehrenzweig

kanton@luzernerzeitung.ch

Christa Niederbergers Lebenslauf liest sich wie ein spannender Roman. Auf­gewachsen ist sie in Südkalifornien. Ihre Eltern sind aber ausgewanderte Schweizer, die sich in den USA eine neue Existenz aufgebaut haben. Ihren vier Kindern haben sie jede Menge Schweizer Traditionen nahegebracht, wie etwa Schwyzerörgelispielen. So vielseitig Christa Niederberger aufgewachsen ist, so vielfältig waren ihre ver­schiedenen beruflichen Tätigkeiten. Die 38-jährige Frau hat unterem anderem schon im Disneyland, als Yacht-Stewardess, als Kindergärtnerin und auch mal als eine Art Hüttenwartin im Kanton Graubünden gearbeitet.

«Nachdem die Kühe zurück ins Tal gingen, war es dort oben sehr still. Ich hatte Zeit, darüber nachzudenken, was ich in Zukunft will. Ich hatte das Gefühl, nicht mein Potenzial auszunutzen, irgendwie verloren zu sein», erzählt die Doppelbürgerin. Freunde hätten ihr das Carl-Huter-Institut empfohlen. Die haben sich ihren Lebenslauf angeschaut. «Sie haben bemerkt, dass ich Allrounderin bin, und mir aufgezeigt, dass ich in Richtung Tourismus gehen solle. Das hat mich in meinem Gefühl bestätigt», erzählt sie.

Sie bewirbt sich für den Master-Studiengang am Institut für Tourismuswirtschaft des Departements Wirtschaft der Hochschule Luzern. «Weil ich noch nicht alle erforderlichen Leistungsnachweise hatte, musste ich während meines Studiums zwar noch ein paar zusätzliche Kurse machen, aber das war okay für mich. Das war die grösste mentale Herausforderung meines Lebens», betont Christa Niederberger. Ohne Gott, ihre Familie, ihren Sport und ihre Klasse an der Hochschule hätte sie es nicht geschafft, meint sie. Sie habe neu lernen müssen, wie sie am besten lernt.

Doch es hat sich gelohnt. Mit ihrer Arbeit über Nachhaltigkeitszertifikate von Hotels und deren Einfluss auf die Online-Bewertungen hat sie mit der Bestnote ihrer Klasse ihre Ausbildung abgeschlossen. «Ich habe 299 Hotels in Wien und ihre Online-Bewertungen analysiert. Das Resultat war, dass die Online-Bewertungen nicht besser waren, nur weil Hotels ein Nachhaltigkeitszertifikat haben», sagt Christa Niederberger. Interessant sei dabei, dass nur 10 Prozent der Kunden überhaupt eine Bewertung abgeben, aber 70 Prozent der Leute den Bewertungen vertrauen.

«Nachhaltigkeit interessiert mich seither mehr»

Überrascht hat Christa Niederberger weniger das Resultat, als dass sie das Schreiben der Arbeit und die vielen Entscheidungen herausfordernd fand: «Nachhaltigkeit interessiert mich seither mehr. Es gibt Hotels, die nachhaltig arbeiten, ohne dass das von aussen wahrgenommen wird oder ohne dass sie ein Zertifikat dafür haben.»

Doch so interessiert die 38-Jährige am Thema Nachhaltigkeit ist: Für ihre Zukunft sieht sie sich eher im Eventmanagement in einer Marketingabteilung. «Aufgrund meines Lebenslaufes und meiner Arbeitserfahrung möchte ich in einem interkulturellen Setting arbeiten. Und ich kann gut organisieren. Ich gebe für meinen Arbeitgeber nur mein Bestes. Darum will ich auch zu einer sehr guten Firma wie Roche oder den Pilatus-Werken», betont sie engagiert. Christa Niederberger freut sich, dass sie angekommen ist. «Ich habe mich persönlich sehr weiterentwickelt während dieser Ausbildung. Endlich weiss ich, wo ich wohnen will: Ich liebe Luzern, ich lebe hier in einer Postkarte.»

Und sie wolle noch viel lernen. Und zwar von den Besten.

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