Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HOCHSCHULE: Umdenken – wegen Sparpaket

Keine Lohn­kürzung, dafür höhere Abzüge: Die Hochschulangestellten ­werden 2017 weniger verdienen. Grund dafür ist das Sparpaket der Regierung.
Lukas Nussbaumer
Ein Student betritt die Hochschule Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein Student betritt die Hochschule Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Lukas Nussbaumer

Teilweise Entwarnung für die 1600 Mitarbeiter der Hochschule Luzern: Die Leitung der grössten Bildungsinstitution der Zentralschweiz verzichtet auf die noch Anfang März diskutierten Lohnkürzungen in der Höhe von 1 bis 2 Prozent (wir berichteten). Dafür hat die Hochschulleitung mit Rektor Markus Hodel an der Spitze entschieden, die Angestellten ab 2017 an der Krankentaggeldversicherung zu beteiligen – mit einem Anteil von 0,3 bis 0,4 Prozent des Lohns. Damit spart die Hochschule jährlich rund 500 000 Franken. Dass sich die Mitarbeiter an den Kosten der Krankentaggeldversicherung beteiligen, sei «in vielen anderen Betrieben üblich», sagt Markus Hodel zu dieser Erhöhung der Sozialabzüge. Bis anhin wurden die Kosten für das Krankentaggeld ganz vom Arbeitgeber übernommen.

2 Millionen mehr

Diese Massnahme reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Sparvorgaben des Konkordatsrats und des Kantons Luzern erfüllen zu können. Zu den 3 Millionen Franken, welche der Konkordatsrat für 2017 bereits gestrichen hat, könnten im kommenden Jahr noch 2 Millionen dazukommen – sie sind Teil des geplanten Sparpakets des Kantons Luzern.

Sicher ist: Die Hochschulleitung will die 3 Millionen, die sie sowieso sparen muss, neben der Erhöhung der Sozialabzüge mit einer Kürzung der Budgets bei den sechs Departementen und der Verwaltung von 1 bis maximal 2 Prozent erreichen. Das ergibt bei einem Gesamtbudget der Hochschule von knapp 250 Millionen Franken eine Summe von 2,5 bis 5 Millionen. Angesetzt werde der Sparhebel aber nicht beim Lohn, versichert Markus Hodel. Er sagt: «Die Departemente und die Verwaltung werden weniger Geld für Projekte und Investitionen haben, oder sie müssen diese aufschieben.»

Mitarbeiter konnten mitreden

Dass die Hochschulleitung nun zu diesem Schluss – und damit zum Verzicht auf Lohnkürzungen – gekommen ist, hat laut Markus Hodel mehrere Gründe. Dazu gehören:

  • Interne Einwände: Mitarbeitenden-Rat und -Kommissionen hätten sich in der Vernehmlassung dezidiert gegen die Lohnkürzungen ausgesprochen, so Hodel. Als Hauptargumente seien nega­tive Auswirkungen auf die Motivation der Angestellten und eine Schwächung der Konkurrenz­fähigkeit bei der Rekrutierung von Personal aufgeführt worden. Die Zentralschweizer Gehälter würden bereits heute unter jenen liegen, die in den grossen Zentren bezahlt würden.

  • Sparpaket: Wäh­rend der internen Vernehmlassung zu den möglichen Lohnkürzungen kündigte der Kanton Luzern sein Sparpaket «Konsolidierungsprogramm 17» an. Dieses enthält auch Kürzungen für die Hochschule. 2017 sind es 2 Millionen, 2018 sogar 5 Millionen. Teil des Sparpakets ist auch eine Erhöhung der Arbeitszeit von einer Stunde pro Woche. Das würde im Falle einer Gutheissung dieser Massnahme durch den Kantonsrat auch die Mitarbeiter der Hochschule treffen, weil das Personalrecht des Kantons auch für sie gilt. Markus Hodel: «Eine Kombination von Lohnkürzungen und verlängerten Arbeitszeiten kam für die Hochschulleitung nicht in Frage. Wir haben deshalb darauf verzichtet, die Option Lohnkürzungen weiterzuverfolgen.»

Drei Feiertage fallen weg

In welchem Umfang die Hochschule Luzern ab 2017 tatsächlich sparen muss, entscheidet sich im November oder Dezember. Dann fällt der Kantonsrat die Entscheide zum Sparpaket, das die Regierung vorschlägt. Neben der längeren Arbeitszeit von einer zusätzlichen Stunde pro Woche gehört auch die Streichung von drei Feiertagen dazu. So will die Regierung, dass künftig am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag gearbeitet werden muss (bisher war der Nachmittag arbeitsfrei). Halbtags gearbeitet werden soll neu auch am 24. und 31. Dezember (bisher ganz arbeitsfrei). Dazu soll das Patroziniumsfest der Kirchgemeinde des Arbeitsortes als freier Tag wegfallen.

Plus statt Minus in Rechnung 2015

Im vergangenen Jahr schloss die Rechnung der Hochschule um 4,1 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Dieser Überschuss von 1,5 Millionen Franken soll die sinkenden Bundesbeiträge im laufenden Jahr kompensieren (siehe Kasten).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.