Hochstamm-Obstsäfte und Permakultur-Beratung gewinnen Umweltpreis

Der Umweltpreis der Albert Koechlin Stiftung wurde zum 15. Mal verliehen. Die Gewinner erhalten je 40'000 Franken.

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(jb)

Die Preise wurden coronabedingt erstmalig nicht im Rahmen einer Preisübergabe vergeben, sondern vom Stiftungsratspräsident Peter Kasper und vom Jury-Vorsitzenden Igo Schaller den Preisträgern nach Hause überbracht. In kleinem Rahmen würdigte Peter Kasper das Engagement der beiden Preisträger: «Dank ‹Hochgenuss› aus Altishofen und der Permakultur-Beratung aus Emmen werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten, neu geschaffen und gleichzeitig wertvolle Lebensmittel produziert.» Wer den Umweltpreis gewinnen würde, wurde bereits im April bekanntgegeben.

Susanne und Roger Hodel bei der Baumsicherung in Altishofen.

Susanne und Roger Hodel bei der Baumsicherung in Altishofen.

PD

Die Umweltpreise werden an natürliche Personen, an Personengruppen oder an juristische Personen vergeben, die sich durch besondere Leistungen im Sinne der Handlungsgrundsätze der Albert Koechlin Stiftung für das Engagement im Ressort Natur, Umwelt, Lebensraum ausweisen.

Hochstammobstbäume sind nicht nur Direktzahlungsobjekte

Susanne und Roger Hodel stellen seit 2012 Hochgenuss Obstsäfte her. Dabei geht es ihnen gemäss der Mitteilung der Albert Koechlin Stiftung vor allem darum, die Biodiversität im Hochstammobstbau zu zeigen. Ausserdem sollen die Konsumenten erkennen, dass Hochstammobstbäume nicht nur Lebensraum oder Landschafts- und Direktzahlungsobjekte sind, sondern auch ein «Spektrum an Genuss», heisst es in der Mitteilung weiter. Das Preisgeld soll in erster Linie für eine Flaschenwaschanlage eingesetzt werden, damit Glasflaschen wiederverwendet werden können.

Auch ein Sensekurs wird im Rahmen des Permakultur-Trainings angeboten.

Auch ein Sensekurs wird im Rahmen des Permakultur-Trainings angeboten.

PD

Seit 2010 bietet Beat Rölli in Emmen das Kursangebot Permakultur-Training an. Bis anhin haben 300 Personen an den Kursen teilgenommen, und somit das praktische Wissen für die «langfristige Landwirtschaft» erworben. Dank dem Preisgeld ist es Beat Rölli nun möglich, die Beratung weiter auszubauen und ein Fachbuch zur Permakultur entstehen zu lassen.