HOCHWASSERSCHUTZ: Am Ufer der Reuss soll der Wald weichen

Führt der Spaziergang entlang der Reuss bald durch eine Einöde? Die FDP Emmen befürchtet dies. Der Kanton relativiert.

Lena Berger
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Fussgänger spazieren mit ihrem Hund an der Huns bei der Kehrrichtverbrennungsanlage. (Bild Nadia Schärli)

Fussgänger spazieren mit ihrem Hund an der Huns bei der Kehrrichtverbrennungsanlage. (Bild Nadia Schärli)

Die FDP Emmen befürchtet entlang der Reuss die Abholzung von Tausenden von Quadratmetern Waldfläche. Spaziergänger, aber auch Hundebesitzer, Reiter und Velofahrer wären davon betroffen. Auch die Feuerstellen und Spielplätze drohen an Attraktivität zu verlieren.

Tristes Bild während 10 Jahren

FDP-Einwohnerrat Thomas Barbana sagt, die Reuss­ufer würden über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren ein sehr tristes Bild abgeben.

Um verlässliche Angaben machen zu können, ist es gemäss Albin Schmidhauser, Abteilungsleiter Naturgefahren beim Kanton, zu früh. Es sei zum heutigen Zeitpunkt auch noch unklar, in welchem Ausmass Rodungen nötig würden, so Schmidhauser. «Geplant ist, dass der Fluss wo möglich verbreitert wird, damit mehr Wasser fliessen kann», erklärt er. Dabei gehe man sicherlich etappenweise vor. Dass Teile des Waldes weichen müssen, sei notwendig. Der Perimeter des Projekts reicht vom Zusammenfluss der Reuss und der Kleinen Emme beim Reusszopf bis zur Kantonsgrenze. Das entspricht 13,2 Kilometern.

Die erste Etappe der Verbesserung des Hochwasserschutzes wird derzeit am Seetalplatz realisiert. Das Projekt wird der betroffenen Bevölkerung in Emmen an der Generalversammlung der Dorfgemeinschaft Emmen am 4. April 2014 vorgestellt.