HOCHWASSERSCHUTZ: Fischer fordern mehr Laichplätze in der sanierten Reuss

Die Luzerner Fischer sind mit dem Hochwasserschutzprojekt an der Reuss unzufrieden. Dieses räume den Fischen zu wenig Lebensraum ein, kritisieren der kantonale Fischereiverband und der Fischereiverein Reuss. Sie haben deswegen gegen das Projekt Einsprache erhoben.

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Die Luzerner Fischer wollen die Fische auch in Zukunft lieber in der Reuss – und nicht als Exponate in einer Ausstellungsvitrine. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Luzerner Fischer wollen die Fische auch in Zukunft lieber in der Reuss – und nicht als Exponate in einer Ausstellungsvitrine. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

In einer Mitteilung vom Mittwoch fordern die Fischer, dass die Geschiebezufuhr aus der Kleinen Emme nicht geschmälert werde. Der Geschiebebetrieb in der Reuss sei bereits in den letzten Jahrzehnten sträflich vernachlässigt worden. Um die Sohle abzusenken, sehe das Hochwasserschutzprojekt erneut eine grosse Geschiebeentnahme vor.

Auch Umweltverbände haben gegen das kantonale Vorhaben unter anderem wegen den Fischen Einsprache erhoben. Das Geschiebe sei wichtig, damit die Fische laichen könnten, erklärten sie.

Das Hochwasserschutzprojekt Reuss erstreckt sich über eine Länge von 13 Kilometern von der Einmündung der Kleinen Emme in Emmenbrücke bis zu den Kantonsgrenze zu Zug und Aargau in Honau. Das Bau- und Auflagenprojekt rechnet mit Kosten von 167 Millionen Franken.

Weitere Kritikpunkte am Projekt sind etwa von Seiten der Anrainergemeinden die Kosten oder von Seiten der Landwirtschaft der Landverbrauch. Die Einsprachefrist ging am 24. März zu Ende.

(sda)