Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HOCHZEIT: «Wer Swissness will, heiratet in Luzern»

Für Expats und Ausländer wird Luzern zum Heiraten immer begehrter, sagt eine Weddingplanerin. Uns zeigt sie eine Auswahl der schönsten Hochzeitsorte in der Region.
Christian Hodel
Marzipanfiguren auf der Hochzeitstorte. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Marzipanfiguren auf der Hochzeitstorte. (Bild: Gaetan Bally / Keystone)

Christian Hodel

christian.hodel@luzernerzeitung.ch

Evelyne Schärer (48) hat Hochsaison. Seit 13 Jahren plant sie zusammen mit vier Angestellten Hochzeiten – von der ersten Sitzung bis zur Feier ist ihr Service «Your Perfect Day» mit dabei. Immer beliebter bei ihren Kunden: Luzern. «Nicht nur für Lokale ist die Region zum Heiraten begehrt, sondern gerade auch bei Auswärtigen, Expats oder Ausländern», sagt sie und fügt an: «Wer Swissness will, heiratet in Luzern.»

Die Seen und die Berge, die es in unserer Region gibt, laden geradezu ein für eine Bilderbuchhochzeit. «Die Ansprüche unserer Kunden sind zwar unterschiedlich, aber viele mögen es nach wie vor traditionell», sagt Schärer. Luzern biete da viel. Für die «Zentralschweiz am Sonntag» hat die Hochzeitsplanerin begehrte Orte und Lokale für kirchliche oder zivile Trauungen zusammengetragen und eine Einschätzung dazu abgegeben.

«Schweizer haben teils Vorurteile»

Apropos zivil oder kirchlich: Was ist beliebter? «Es gibt Jahre, da wollen alle in die Kirche und dann wieder niemand», sagt Schärer. In diesem Jahr – sie organisiert zwischen 20 und 30 Feiern jährlich – habe sie noch keine Trauung in der Kirche erlebt. Einige ihrer Kunden kommen aus dem angelsächsischen Raum. US-Amerikaner oder Briten seien es sich eher gewohnt, einen professionellen Hochzeitsplaner beizuziehen. «Schweizer haben teils Vorurteile.» Ein Hochzeitsplaner organisiere Standardhochzeiten oder sei nur für Gutbetuchte gedacht, so die gängige Meinung. Das sei falsch, sagt jedoch Schärer. «Wenn man so viel Geld für einen Tag ausgibt, frage ich mich schon, warum man nicht auf professionelles Know-how setzt. Wenn ich ein Auto für 30 000 Franken kaufe, informiere ich mich ja auch bei einem Experten.» Ein Hochzeitsplaner könne dafür sorgen, dass das Budget – egal wie hoch es ist – eingehalten und sinnvoll eingesetzt werde. «Die teuerste Hochzeit, die ich je organisiert habe, kostete eine Million Franken», sagt Schärer. Die meisten Paare allerdings hätten einige zehntausend Franken zur Verfügung.

«Wer sich professionelle Hilfe holt, kommt nicht viel teurer, weil wir wissen, wo man Kosten sparen kann.» 20 Stunden Beratung und Planung sowie 10 Stunden Begleitung am Hochzeitstag kosten bei Schärers Unternehmen 4200 Franken. Eine 10-stündige Beratung, exklusive Begleitung am Hochzeitstag, gibt es für 1400 Franken (mehr Infos unter: www.yourperfectday.ch ).

Tipp für perfekte Hochzeit: Weniger ist mehr

Je nachdem muss die Unternehmerin, die neben Luzern Standorte in Zürich, Zug, Bern, Basel und St. Gallen betreibt, aber auch die Rolle der Spielverderberin einnehmen. «Manchmal platzen Träume, weil viele Preisvorstellungen des Brautpaares nicht der Realität entsprechen», sagt sie. Einer der grössten Trends, die sie im Hochzeitsgeschäft feststelle, sei, dass «wir immer mehr mit falschen Informationen überflutet» werden. Doch worauf gilt es bei der Planung zu achten – damit der Wunsch der eigenen Traumhochzeit erfüllt wird? «Viele haben ein falsches Zeitmanagement», sagt Schärer. Drei Stunden für einen Apéro nach der Trauung «ist der Stimmungskiller schlechthin». Ebenso würde oft viel zu viel auf Entertainment gemacht. «Ein paar wenige, dafür gute Darbietungen reichen völlig aus.» Letztlich gehe es ja um die Trauung, sagt Schärer. «Viele Brautpaare vergessen das und überlegen sich zu wenig, wie sie diesen ganz speziellen Moment haben möchten.» Eine Hochzeitsfeier soll letztlich ja «kein Sommer- oder Geburtstagsfest sein». Zudem würden Paare zu stark auf ein Gesamtbudget setzen – viel wichtiger sei aber zu wissen, wie viele Gäste man erwartet. Pro Gast rechne sie mit 25 bis 50 Franken für einen Apéro und 150 Franken für das Abendessen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.