HÖHENTRAINING: Erste Höhenkammer der Schweiz ist in Betrieb

In den Räumen der Sportmedizin Nottwil (Swiss Olympic Medical Center) wird seit kurzem mit der ersten Höhen­kammer der Schweiz therapiert, trainiert und abgeklärt.

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Die erste Höhenkammer der Schweiz ist in Betrieb. (Bild pd)

Die erste Höhenkammer der Schweiz ist in Betrieb. (Bild pd)

In einem fünf mal drei Meter grossen Glashaus wird mittels fünf Kompressoren der Sauerstoffgehalt der Luft reduziert, womit hypoxische (sauerstoffarme) Bedingungen entstehen. Damit können Höhen bis zu 4500 Meter über Meer simuliert werden. Dabei entsprechen die Druckverhältnisse stets dem Umgebungsdruck. Unerwünschte Neben­wirkungen wie Kopf­schmerzen, Übelkeit und Schwindel, die in der Höhe sonst auftreten, bleiben aus.

Breiter Anwendungsbereich
Bei Spitzenathleten setzt der verminderte Sauerstoffgehalt der Einatmungs­luft neue Reize, was auch bei sehr gut trainierten Menschen zu Leistungs­steigerungen führt. Mit einem Höhentraining können die ideale Trainings-Pulsfrequenz für ein geplantes Höhentraining und die zu erwartende Leistungseinbusse in der Höhe bestimmt werden.

Auch zur Akklimatisation an grosse Höhen (zum Beispiel als Vorbereitung für die Besteigung des Kilimandscharo), eignet sich ein Training in der Höhenkammer.

Weiter wird in der Höhenkammer der Fettstoffwechsel angeregt. Diesen Effekt können sich Übergewichtige beim Abnehmen zu Nutze machen.

sab