Höhere Gebühren für Studenten aus dem Ausland verlangt

Studenten aus dem Ausland an den Luzerner Hochschulen seien zwar eine Bereicherung, könnten aber auch ein Finanzierungsproblem sein. Der Kantonsrat hat deshalb den Regierungsrat beauftragt, eine Erhöhung der Studiengebühren zu diskutieren.

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Kantonsrat diskutiert über höhere Studiengebühren für ausländische Studierende. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Kantonsrat diskutiert über höhere Studiengebühren für ausländische Studierende. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Konkret ging es um zwei Motionen von Adrian Bühler (CVP) und Paul Winiker (SVP). Die Studenten aus dem Ausland müssten in die Mitverantwortung genommen werden, sagte Bühler. Winiker sprach von Rücksicht auf den Steuerzahler. Bildung sei ein Exportgut und dürfe deshalb nicht gratis sein.

Die FDP wollte die Motionen nur in der weniger verbindlichen Form des Postulates überweisen. Dieter Haessig (FDP) sagte, der Ausländeranteil an den Luzerner Hochschulen sei noch klein. Trotzdem wäre es nicht falsch, wenn die Gebühren für die Bildungsausländer höher seien als für Einheimische.

Die Ratslinke lehnte eine Erhöhung der Gebühren ab. Der Zugang zu den Hochschulen müsse über die Qualität geregelt werden, sagte Priska Lorenz (SP). Adrian Borgula (Grüne) bezichtigte die Motionäre einer kleinlichen Haltung. Immerhin importiere die Schweizer Wirtschaft mit hochqualifizierten Angestellten auch Bildung aus dem Ausland.

sda