Höhere Pflegeintensität in Luzerner Altersheimen

Die Pflegeintensität in den Luzerner Alters- und Pflegeheimen ist in den letzten Jahren gestiegen. Um eine betagte Person zu betreuen, ist eine 60-Prozent-Stelle nötig, wie Lustat Statistik in einer Erhebung zeigt.

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Severin Fabris (l.) und Vallona Bejic pflegen den Fuss einer Bewohnerin des Betagtenzentrums Neustadt in Zug. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Severin Fabris (l.) und Vallona Bejic pflegen den Fuss einer Bewohnerin des Betagtenzentrums Neustadt in Zug. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Auf eine Bewohnerin oder einen Bewohner eines Pflegeheims kam im Jahr 2010 eine 60-Prozent-Stelle in der Pflege, wie Lustat Statistik Luzern aufgrund der jüngsten Auswertung der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen mitteilt. 2006 war es noch eine 50-Prozent-Stelle gewesen. Ende 2010 waren in den Luzerner Alters- und Pflegeheimen 6377 Personen beschäftigt, die im Jahresmittel 4385 Stellen besetzten. 2793 Stellen – fast zwei Drittel – entfielen auf das Pflegepersonal.

Leicht unter dem Zentralschweizer Schnitt

Der Heimeintritt erfolgte im Schnitt mit 82,2 Jahren und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,1 Jahre (Zentralschweizer Durchschnitt: 2,2 Jahre). Dieser Wert ist in den letzten fünf Jahren fast unverändert geblieben. Frauen traten nicht nur mit höherem Alter ins Heim ein, sie lebten mit durchschnittlich 2,5 Jahren auch fast ein Jahr länger im Heim als Männer (1,6 Jahre). Die ältesten Bewohnerinnen und Bewohner (über 94 Jahre) wohnten im Durchschnitt am längsten im Heim (4,5 Jahre).

Heime zu 96 Prozent ausgelastet

Gut 4600 Personen lebten 2010 in einem der 62 Alters- oder Pflegeheim im Kanton Luzern. Die Auslastung betrug 96 Prozent. Mit zunehmendem Alter steigt der Betreuungs- und Pflegebedarf und ein Heimeintritt wird immer wahrscheinlicher. So wohnten 2010 von den 85- bis 94-jährigen Luzernerinnen und Luzernern knapp ein Drittel und von den über 95-jährigen fast zwei Drittel in einem Alters- und Pflegeheim.

pd/bep