Hofdere Ahoi! Piraten haben Landgang

Schon lange vor dem Umzug in Hochdorf fing das Fest an. Während des Umzugs gabs dann viel Rauch und auch ein wenig Windkraft.

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Ganz in Orange: Familie am Umzug in Hochdorf. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Ganz in Orange: Familie am Umzug in Hochdorf. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Eigentlich beginnt der Fasnachtsumzug am Güdisdienstag um 14 Uhr, doch bereits eine Stunde vorher unterhielten verschiedene Guuggenmusigen an fünf Plätzen das wie immer zahlreich aufmarschierte fasnächtliche Publikum.

Mit militärischem Sound eröffnete die Tambourengruppe Hochdorf den Umzug, der sich während zweier Stunden wie ein Tatzelwurm vom Sagenbachplatz zum Kirchplatz wälzte.

Neat - der längste Tunnel der Welt. die Wagengruppe Baubuum (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Bild: Nadia Schärli / Neue LZ
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Neat - der längste Tunnel der Welt. die Wagengruppe Baubuum. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
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Neat - der längste Tunnel der Welt. die Wagengruppe Baubuum (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Feuerwehr und Rauchentwicklung

Die Tambouren brillierten als Feuerwehrleute, die ihre langen Schläuche immer auf Mann hatten. Nicht fehlen durfte natürlich das Martinipaar Roland Emmenegger und Andrea Meier, gefolgt vom Zunftmeisterpaar Robi und Susanne Emmenegger hoch zu Ross von der Götschi-Zunft Hildisrieden.

Die nächsten Nummern des Umzuges entwickelten vor allem viel Rauch – nicht nur wegen des Rauchverbotes in geschlossenen öffentlichen Räumen. Mit sechs Umzugswagen führte die Bannerzunft Hämikon-Müswangen die Fasnächtler ins Mittelalter zurück, und besonders viel Applaus erhielten die Teilnehmer der Stiftung Brändi in Hochdorf, die sogar die Ehre hatten, auf dem Oldtimer der Martini-Zunft am Umzug teilzunehmen. Ihre Fröhlichkeit wirkte sich auf das Publikum aus, und ab diesem Zeitpunkt wurde das fasnächtliche Treiben im und am Umzug immer lebhafter. Sogar die Plakettenverkäufer waren mehr als zufrieden. Auch Alfons Schmid, alt Zunftmeister, war sich nicht zu schade, als Verkäufer mit geschliffenem Mundwerk persönlich dem einen oder der anderen eine Plakette zu verkaufen.

Vom Winde verweht

Mit einem Riesenpropeller wollte man in Müswangen eine Windkraftanlage bauen, allerdings wurde das Projekt vom Winde verweht. Die Chacheler bedauerten die Schliessung einer Metzgerei, und die Eschenschränzer brachen eine Lanze für die Landwirtschaft. So auch die Landjugend Seetal, die bald ein Minarett auf den Schweizer Alpen sieht. Nach Orangenwagen und allgemeinem Chaos blieb allerdings der Würstli- und Bierstand am Kreisel von allen Umwelteinflüssen unbehelligt. Unermüdlich servierte Silvia Bier oder Bratwürste, damit auch die unentwegtesten Fasnächtler die kommende Nacht gut überstehen werden.

Anton A. Oetterli