Kolumne

Hoffnungsvolle Ostern: Ein grosses Dankeschön in dieser schwierigen Zeit

Das grosse Familien-und Kirchenfest ist in diesen pandemischen Tagen so verfremdet wie kaum je. Das ist schwierig, für viele auch traurig. Und dennoch dürfen wir guten Mutes vorausblicken.

Jérôme Martinu, Chefredaktor
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Trotz Corona: Juli (links) und Alice dürfen auch dieses Jahr ihr Osternestli geniessen.

Trotz Corona: Juli (links) und Alice dürfen auch dieses Jahr ihr Osternestli geniessen.

Bild Manuela Jans-Koch (Sachseln, 6. April 2020

Liebe Leserinnen und Leser

An Ostern herrschen dieses Jahr ganz spezielle, kaum je dagewesene Umstände. Die nach wie vor grassierende Coronawelle verfremdet das grosse Kirchen-, Familien- und Frühlingsfest zutiefst. Wo man sich sonst am Esstisch mit seinen Liebsten, Verwandten und Freunden trifft, Gottesdienste besucht, Spazierrunden veranstaltet, Ausflüge unternimmt oder in die Ferien fährt, herrscht nun ein hartes und notwendiges Bleibt-zu-Hause-Regime. Die Pandemie ist noch immer zu virulent, um die Schutzmassnahmen bereits zu lockern. Das ist für uns alle schwierig. Und es ist auch traurig. Sind doch viele, gerade ältere und besonders gefährdete Menschen regelrecht isoliert.

Jérôme Martinu, Chefredaktor

Jérôme Martinu, Chefredaktor

Bild LZ

Dennoch: Wir dürfen an diesem Osterfest auch hoffnungsvoll vorausschauen. Die Kurve mit den Erkrankungen flacht wie erhofft ab, der Bundesrat will ab Ende April erste Lockerungen der Schutzmassnahmen vornehmen. Und wir dürfen dankbar sein, dass selbst im weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben alle notwendigen Einrichtungen funktionieren. Die medizinische Versorgung ist ebenso zuverlässig sichergestellt wie der Nachschub an Lebensmitteln.

Darum verdienen all die Menschen ein aufrichtiges, herzliches Dankeschön, die mit ihrer Arbeit unter schwierigen Umständen dafür sorgen, dass der Alltag nicht komplett stillsteht, die Wirtschaft zumindest dort weiter funktioniert, wo das möglich ist. Und es geht auch ein grosser Dank an all diejenigen, die mit ihrem disziplinierten Verhalten dafür sorgen, dass sich das Virus langsam genug ausbreitet. Das ist immens wichtig. Denn wir alle brauchen eine baldige, wenn auch nur schrittweise Rückkehr in die Normalität.

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