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HOFKIRCHE: Der neue Stadtpfarrer ist im Amt

800 Personen feierten gestern die Einsetzung von Pfarrer Ruedi Beck. Unter ihnen auch 100 Gläubige aus Basel, die ihn kaum gehen lassen wollten.
Monika Van De Giessen
Die gestrige Einsetzungsfeier in der Hofkirche für Pfarrer Ruedi Beck (rechts). (Bild Nadia Schärli)

Die gestrige Einsetzungsfeier in der Hofkirche für Pfarrer Ruedi Beck (rechts). (Bild Nadia Schärli)

Monika Van de Giessen

Die Hofkirche Sankt Leodegar hat seit gestern wieder einen Pfarrer. Ruedi Beck (53) wurde in einem mit viel Musik gestalteten Gottesdienst feierlich eingesetzt. Er folgt auf Beat Jung, der im letzten Jahr das Pfarreramt aus Altersgründen abgab. Gewählt wird der Pfarrer der Luzerner Hofkirche jeweils vom Luzerner Regierungsrat auf Antrag des Bistums. Zu wählen gabs indes dieses Mal nichts. Auf das Stelleninserat meldete sich niemand, sodass Bischof Felix Gmür selber aktiv werden musste und bei Pfarrer Ruedi Beck fündig wurde (Ausgabe vom 14. April 2015). Dieser war während 13 Jahren Pfarrer in Basel. Rund 100 Gläubige aus Basel wollten gestern bei der Einsetzung «ihres» Pfarrers dabei sein. Man spürte: Sie lassen ihn nur ungern ziehen. «Pfarrer Beck ist sehr offen und geht auf die Menschen zu. Der Mensch steht bei ihm stets im Zentrum», sagte die aus Sri Lanka stammende Winona Francis, die als Leiterin der Ministranten in Basel eng mit Pfarrer Beck zusammenarbeitete. Der neue Hofpfarrer stellte in seiner Predigt den Menschen in den Fokus. «Mein Hauptanliegen ist, dass sich die verschiedenen Menschen auch als Menschen wahrnehmen und es ihnen gelingt, als Brüder und Schwestern zusammenzuleben», betonte Ruedi Beck.

Beck liebt klassische Musik

Unter den rund 800 Kirchenbesuchern war auch Jlona Plersch. Als Lektorin fühlt sie sich mit der Hofkirche besonders eng verbunden. Es herrsche eine gewisse Aufbruchstimmung. «Ich hoffe, dass sich der neue Pfarrer mit uns auf den Weg macht, die bestehenden Möglichkeiten, die wir haben, auszuweiten.» Dazu gehöre auch die Musik. Sie hofft, dass die Musik aller Art weiter in diesem Rahmen bestehen bleibt. Denn bekanntlich lädt Hoforganist Wolfgang Sieber schon mal Guuggenmusigen, Jodlerinnen, Jodler, Blas- und Ländlerkapellen, Jazzer, Alphorn- und Büchelbläser in die Hofkirche ein. Wie stellt sich der neue Pfarrer dazu? «Musik ist bekanntlich Geschmackssache. Ich bin offen für alle Arten von Musik», so der Hofpfarrer, der selber gerne klassische Musik hört.

Er wohnt nicht im Pfarrhaus

Pastoralraumleiter und Zelebrant Pater Hansruedi Kleiber übergab dem neuen Pfarrer nach dem Vorlesen der Wahlurkunde des Regierungsrats das Evangeliar und den Kirchenschlüssel. Unter grossem Applaus öffnete der neue Hausherr das eiserne Gittertor zum Altarraum. «Es geht nicht darum, nur Kirchenherr zu sein, sondern mit dem Schlüssel die Herzen der Menschen zu öffnen», sagte Hansruedi Kleiber. Es gehöre zu den schönsten Pflichten eines Pfarrers, einen neuen Pfarrer einsetzen zu dürfen. Dies sei heute nicht mehr selbstverständlich. Während sein Vorgänger Beat Jung im Pfarrhaus wohnte, hat Ruedi Beck eine Wohnung in der Stadt Luzern bezogen. Sein Büro indes bleibt weiterhin im Pfarrhaus im Hof. «Ich werde meinen Haushalt selber versorgen», erzählt Pfarrer Beck.

Pfarrer Ruedi Beck konnte von verschiedenen Gruppierungen Geschenke in Empfang nehmen. Thomas Lang, Mitglied des Leitungsteams der Pfarrei Sankt Leodegar im Hof, übergab seinem Chef einen Rucksack. Dieser möge den neuen Pfarrer stets auf seinem Weg begleiten. Vom Hof-Samichlaus gabs beispielsweise einen Nussknacker, von der Solidaritätsgruppe einen Kompass, vom Stiftschor einen Feldstecher (für den Weitblick), von der Frauengemeinschaft eine Sonnencreme (soll Schutz bieten) und vom Pfarreirat einen Stadtführer. Ein besonders originelles Geschenk hatte sich die Lektoren-Gruppe ausgedacht. Sie schenkte ihrem Pfarrer eine Packung Ohropax. Im Lukas-Evangelium steht: «Wer Ohren hat zu hören, der höre.» Es gebe aber auch Momente, in denen man nichts hören möchte, meinte eine Lektorin bei der Übergabe des Geschenks.

Der Gottesdienst war musikalisch ein Highlight. Gestaltet wurde dieser vom Stiftschor Sankt Leodegar, dem Hoforganisten Wolfgang Sieber, dem Jugendchor La Perla, dem Kids Chor Hof und der Capella der Hofkirche. Die musikalische Leitung oblag Ludwig Wicki, Chefdirigent des 21st Century Orchestra.

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