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HOFKIRCHE: «Ein guter Mensch»: Würdiger Abschied von Ruedi Bürgi

Bei der Trauerfeier für «Blumen-Bürgi» gabs herrliche Musik – und einen Nachruf, der zu Tränen rührte.
Hugo Bischof
Reicher Blumenschmuck, unter anderem ein grosses Herz aus roten Rosen, zierte die Urne mit der Asche des Verstorbenen. Daneben ein Foto Ruedi Bürgis. (Bild: Manuela Jans)

Reicher Blumenschmuck, unter anderem ein grosses Herz aus roten Rosen, zierte die Urne mit der Asche des Verstorbenen. Daneben ein Foto Ruedi Bürgis. (Bild: Manuela Jans)

Vor einer Woche ist er im Alter von 86 Jahren verstorben: Ruedi Bürgi, Ex-Politiker, Gnagivater und Stadtoriginal. Der Andrang zur Trauerfeier in der Hofkirche am Freitag war gross. Rund 300 Personen kamen, um sich vom beliebten Blumenhändler zu verabschieden – darunter viel Prominenz aus Politik und Gesellschaft, angeführt von Stadtpräsident Stefan Roth und Grossstadtratspräsident Thomas Gmür.

Delegationen der Wey-Zunft, des Quartiervereins Altstadt und der Güüggali-Zunft (Vertreterin der Stadtoriginale) ehrten Bürgi mit einem Fahnengruss. Er sei ein «guter, liebenswerter Mensch und stadtbekannt» gewesen, sagte Hofpfarrer Beat Jung und zitierte aus einem Gedicht von Heinrich Heine, mit dem Bürgi einst in Mäni Webers TV-Quizsendung «Wer gwünnt?» gross abräumte.

Auch schwierige Lebensphasen

Der ehemalige Zahnarzt Joseph Achermann, ein langjähriger Weggefährte Bürgis, zeichnete in seinem Nachruf ein treffendes Porträt des Verstorbenen, in dem er auch die schwierigen Phasen im Leben Bürgis nicht ausblendete. Der als uneheliches Kind Geborene sei immer wieder «vor die Tür gestellt worden» – von seinen Eltern, den Pflegeeltern und diversen Schulen.

Gnagivater Ruedi Bürgi und Schatzmeister Hans Pfister am Gnagiessen 2010. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi am Gnagi-Essen 2001. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi in einem seiner vielen Kostüme. (Bild: Archiv / Neue LZ)
«Kulturgüter dieser Bedeutung sind für alle da, nicht nur für gesunde Zweibeiner», schreibt Grossstadtrat Ruedi Bürgi im Dezember 1993 in seiner zusammen mit Grossrätin Heidi Rothen verfassten Petition für rollstuhlgängige und kinderwagenfreundliche Luzerner Holzbrücken. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi im März 2012. (Bild: Archiv / Neue LZ)
An der ersten Sitzung im neuen Rathaussaal von Luzern am 1. September 2000. Ratspräsident Brauchli häIt eine Rede, neben ihm der damalige Alterspräsident Bürgi. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi bei seiner Rede am Gnagi-Essen 2001. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi lauscht einer Podiumsdiskussion zum Thema 'Erweiterte LAdenöffnungszeiten' im April 2001. (Bild: Archiv / Neue LZ)
Ruedi Bürgi 2013 beim Gnagiessen. (Bild: Neue LZ)
Bürgi bei der 10. Theater-Gala der CSS im Jahr 2003. (Bild: Neue LZ)
«Blueme-Bürgi», wie er auch genannt wurde, führte an der Zürichstrasse einen Blumenladen. (Bild: Neue LZ)
Ruedi Bürgi im Jahr 1999. (Bild: Neue LZ)
Ruedi Bürgi (links) an der Theatergala in der Kornschütte im Jahr 2000. (Bild: Neue LZ)
Bürgi prostet seiner Tochter Daniela zu. (Bild: Neue LZ)
Ruedi Bürgi in seinem Blumenladen an der Zürichstrasse im Juli 2005. (Bild: Neue LZ)
Die Luzerner Stadtoriginale mit Irma Stadelmann, Stefan Lang, Josef Bieri und Ehrenmitglied Ruedi Bürgi (von links). (Bild: Neue LZ)
Bürgi feiert im Restaurant Felsenegg seinen 80. Geburtstag. (Bild: Neue LZ)
Ruedi Bürgi (Mitte) beim Gnagiessen im Jahr 2009. (Bild: Neue LZ)
Bürgi bei der Weyzunftmeister-Inthronisation im Jahr 2010. (Bild: Neue LZ)
Gnagivater Ruedi Bürgi bei seinem letzten Gnagiessen im Jahr 2013. (Bild: Neue LZ)
20 Bilder

Gnagivater Ruedi Bürgi verstorben

Dennoch sei seine Triebfeder stets gewesen, «anderen Menschen Freude zu bereiten», sei es als Blumenhändler, eben «Blumen-Bürgi», oder als Kämpfer für die Erhaltung der Operette am Luzerner Stadttheater. Der Nachruf rührte viele Anwesende in der Hofkirche zu Tränen.

«Freude, schöner Götterfunken»

Hoforganist Wolfgang Sieber interpretierte treffend zu Bürgis Lebensmotto unter anderem Beethovens «Freude, schöner Götterfunken». Sehr stimmungsvoll waren auch die Beiträge der Sängerin Agnès Stirnimann – etwa «Vo Bärg ond Tal» oder eine Arie aus dem «Weissen Rössl». Nach der Trauerfeier wurde die Urne mit der Asche Ruedi Bürgis im Wiesenfriedhof der Hofkirche beigesetzt, neben dem Grab seiner Frau Carla und seiner verstorbenen Tochter Karin.

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