Hohe Verluste für Reformierte

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Statistik Wie steht es um die Religion in der Schweiz? Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) hat kürzlich Daten fürs Jahr 2015 veröffentlicht. Der Anteil der Personen, die einer christlichen Landeskirche angehören, ist seit 1970 von 95 auf 62 Prozent gesunken. Heute sind 37 Prozent der Bevölkerung katholisch, 25 Prozent sind reformiert. Früher waren die Mehrheitsverhältnisse umgekehrt. Die Muslime machen inzwischen 5 Prozent der Bevölkerung aus. Während der Abwärtstrend bei den Katholiken langsam vor sich geht, mussten die Reformierten grosse Verluste hinnehmen. In den urprotestantischen Kantonen Basel-Stadt und Zürich gibt es heute gleich viele Katholiken wie Reformierte. Und im Calvin-Kanton Genf ist der Anteil der Protestanten unter 10 Prozent gesunken. Der Anteil der Genfer Katholiken liegt über dreimal höher.

Jeder zweite Einwanderer ist ein Christ

Auch die Austrittsquote ist bei den Reformierten deutlich höher. Bei den Luzerner Reformierten haben im untersuchten Jahr 14 von 1000 Mitgliedern die Kirche verlassen. Luzern liegt damit an vierter Stelle der Kantonsrang­liste. Bei den Katholiken gab es 2015 lediglich 8 Austritte pro 1000 Mitglieder.

Interessant ist auch die Statistik zu Personen mit Migrationshintergrund. 53 Prozent von ihnen sind Christen, davon 37 Prozent katholisch. Die muslimischen Einwanderer machen mit 13,4 Prozent klar weniger aus als Konfessionslose (29 Prozent).

Hinweis

Die Religionsstatistik finden Sie unter: spi-sg.ch/kirchenstatistik