HOHENRAIN: 22,5 Millionen Franken für Sanierung des Heilpädagogischen Zentrum

Das Heilpädagogische Zentrum in Hohenrain muss dringend saniert und erweitert werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Sonderkredit in der Höhe von 22,5 Millionen Franken.

Drucken
Teilen
Das Heilpädagogische Zentrum Hohenrain soll saniert und erweitert werden. Auch das Tor- und Pfarrhaus (links) soll saniert werden. (Bild Corinne Glanzmann)

Das Heilpädagogische Zentrum Hohenrain soll saniert und erweitert werden. Auch das Tor- und Pfarrhaus (links) soll saniert werden. (Bild Corinne Glanzmann)

Das Gebäude des Heilpädagogischen Zentrum Hohenrain aus dem Jahr 1961 ist in einem schlechten Zustand. Deshalb sei eine Sanierung und Erweiterung des Internatsgebäudes dringend nötig, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Botschaft des Regierungsrats an den Kantonsrat. Für das Projekt sind 22,5 Millionen Franken veranschlagt.

Für die Internatsgrupppen braucht der Kanton mehr Einzelzimmer und grössere Gemeinschaftsräume. Zudem steigt der Bedarf an Räumen von Jahr zu Jahr. Beim Internatsgebäude ist geplant, drei der vier Wohnpavillons um je ein Geschoss in Holzbauweise aufzustocken. Der vierte Pavillon wird abgerissen, um den Anbau eines Mehrzweckraums zu ermöglichen. Zudem soll das leerstehende Tor- und Pfarrhaus saniert und wieder nutzbar gemacht werden.

Die Sanierung muss während laufendem Internatsbetrieb durchgeführt werden, heisst es im Bericht weiter. Die Arbeiten beim Internatsgebäude sollen fünf Jahre dauern, beim Tor- und Pfarrhaus wird mit einer Sanierungszeit von zweieinhalb Jahren gerechnet.

Das Heilpädagogische Zentrum Hohenrain ist die älteste und grösste Institution im Kanton Luzern für die Schulung und Betreuung von Kindern mit einer Behinderung. Derzeit werden dort rund 130 Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung und 120 mit einer Sprachbehinderung geschult. Zudem werden 60 Jugendliche in Regelklassen unterstützt.

So verteilen sich die Kosten

Das Gesamtprojekt ist mit 30,88 Millionen Franken veranschlagt. Die Sanierung und Erweiterung des Internatsgebäudes verursacht Kosten von 26,92 Millionen Franken. Ein Teil davon, nämlich 8,42 Millionen Franken, stellen gebundene Ausgaben dar, da sie der Erhaltung und dem Unterhalt des am Ende des Lebenszyklus angelangten Gebäudes dienen. Bei den restlichen 18,5 Millionen Franken handelt es sich um freibestimmbare Ausgaben. Die Kosten für die Sanierung des Pfarrhauses belaufen sich auf 3,96 Millionen Franken. Aufgrund der Umnutzung des Gebäudes sind diese vollumfänglich den freibestimmbaren Ausgaben zuzurechnen. 

pd/rem

Mehr zum Thema lesen Sie am 14. Juni in der Neuen LZ.