HOOLIGANS: Öffentlichkeitsfahndung nach Luzerner Vorbild

Die St. Galler Ermittlungsbehörden wollen mit im Internet veröffentlichten Fotos Fussballchaoten ausfindig machen. Dies nach dem Erfolg derselben Methode in Luzern im Sommer 2007.

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Die Polizei im Einsatz bei Fussball-Randalen. (Archivbild Fabian Biasio/Neue LZ)

Die Polizei im Einsatz bei Fussball-Randalen. (Archivbild Fabian Biasio/Neue LZ)

Bereis wenige Stunden nach der Veröffentlichung sind gemäss der Kantonspolizei St. Gallen konkrete Hinweise zu vier der gesuchten Personen eingegangen.

Insgesamt handelt es sich um 18 Personen, die unter Verdacht stehen, an den Ausschreitungen nach dem Barrage-Spiel zwischen dem FC St. Gallen und der AC Bellinzona vom vergangenen 20. Mai beteiligt gewesen zu sein, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Ihnen wird Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Sachbeschädigung vorgeworfen. Die Ermittlungsbehörden erhoffen sich Hinweise aus der Öffentlichkeit.

Die Fotos der Verdächtigen sind unter www.kapo.sg.ch abrufbar. Bei den Ausschreitungen entstanden Schäden von über 150'000 Franken. Anfang Dezember erliess die Staatsanwaltschaft gegen einen Teil der mutmasslichen Randalierer Haftbefehle. Sie wurden befragt und wieder auf freien Fuss gesetzt.

ap/scd