HOOLIGANS: «Schnellrichter» gibts in Luzern schon lange

Chaoten sollen sofort gestraft werden können – in St. Gallen sitzt deshalb neu ein Richter im Stadion. Bisher kaum bekannt: In Luzern macht man das längst.

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Impression von einem FCL-Spiel. (Bild EQ)

Impression von einem FCL-Spiel. (Bild EQ)

Wenn am kommenden Sonntag der FC St. Gallen sein erstes Super-League-Spiel ankickt, wird auch ein Untersuchungsrichter in der AFG-Arena sitzen. Kommt es zu Ausschreitungen, kann er die Täter in einem Schnellverfahren zu einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen verurteilen.

Was die St. Galler Staatsanwaltschaft am Dienstag als nationale Premiere verkaufte, wird vom Prinzip her andernorts längst so gehandhabt – auch in Luzern. «Bei Hochrisikospielen ist bei uns seit Jahren ein Amtsstatthalter im Einsatz. Teilweise direkt im Stadion, teilweise ist er vororientiert und bei Bedarf sehr schnell im Stadion», sagt Daniel Burri, geschäftsleitender Staatsanwalt des Kantons Luzern. Der Amtsstatthalter kann jederzeit unverzüglich Strafen aussprechen, wenn ein Verfahren eröffnet wird. Das maximale Strafmass entspricht jenem in St. Gallen.

Barbara Inglin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.