HOOLIGANS: Vermummungsverbot im Stadion gefordert

Die Fotofahnung ist allerorten von Erfolg gekrönt. Dies versuchen immer mehr Randalierer durch Vermummung zu sabotieren.

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«Person V»: Dieser Randalierer wird noch gesucht. (Bild Kapo Luzern; Gesicht von der Redaktion unkenntlich gemacht)

«Person V»: Dieser Randalierer wird noch gesucht. (Bild Kapo Luzern; Gesicht von der Redaktion unkenntlich gemacht)

«Wir stellen fest, dass sich Hooligans vermehrt vermummen», sagt Willi Eicher, Chef Planung und Einsatz bei der Kantonspolizei Luzern gegenüber der Zeitung «Sonntag». «Es wäre super, wenn man das an Demonstrationen geltende Vermummungsverbot auch auf Sportveranstaltungen ausdehnen könnte», sagt Eicher. Rechtlich sei die Null-Toleranz indes schwierig umzusetzen.

Auch die Kantonspolizei Zürich «begrüssen» diese Massnahme gegen Fussball-Rowdies, wie es weiter heisst. Ein Vermummungsverbot ist im Kanton St. Gallen seit Anfang Jahr bereits in Kraft. Es gilt nicht nur für Demonstrationen, sondern auch für Stadien. Wer sich «im Umfeld von Sportveranstaltungen unkenntlich macht, wird mit Busse bestraft», heisst es im neuen Polizeigesetz. Auch der Kanton Bern kennt das Vermummungsverbot. FDP-Polizeidirektor Hans-Jürg befürwortet ein härteres Durchgreifen: «Bei Gewaltausbrüchen rund um Fussball- und Eishockeystadien handelt es sich in vielen Fällen um Landfriedensbruch. Darum bin ich klar für ein Vermummungsverbot», sagte Käser gegenüber «Sonntag».

scd