HORW: 80'000 Franken für die Kinderbetreuung

Nach einer dreijährigen Pilotphase will der Horwer Gemeinderat die familienergänzende Kinderbetreuung definitiv einführen. Dazu erhält die Gemeinde 80'000 Franken vom Kanton.

Drucken
Teilen
Kinderbetreuung – hier 2007 in Sursee – soll in Horw definitiv eingeführt werden. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Kinderbetreuung – hier 2007 in Sursee – soll in Horw definitiv eingeführt werden. (Archivbild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Einwohnerrat hat 2006 das Horwer Kinderbetreu-ungsmodell für drei Jahre beschlossen, nun legt der Gemeinderat einen Auswertungsbericht vor. Wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst, setzt sich das Horwer Kinderbetreuungskonzept aus verschiedenen Elementen zusammen: Selbsthilfe und Elternvernetzung, Spielgruppe, familienexterne Betreuung für Vorschul- und Schulkinder durch Tageseltern, Kindertagesstätten, Schülerhort und Mittagstisch.

Zudem habe der Kanton Luzern mit einem Förderbetrag von 80'000 Franken die Vorreiterrolle der Gemeinde Horw bei der schulergänzenden Kinderbetreuung gewürdigt. 

Die wichtigsten Elemente des Horwer Modells 

  • Selbsthilfe: Die Gemeinde stützt «Vernetzungsplätze» für Eltern.  
  • Spielgruppen: 80 Prozent der entsprechenden Jahrgänge besuchen die Spielgruppen. In diesem Jahr wurde mit gezielter Deutschförderung für Migrationskinder begonnen.  
  • Kindertagesstätten (Kitas): Rund 70 Kinder besuchen Kitas, die Hälfte ausserhalb von Horw. Neu wurden dafür Betreuungsgutscheine eingeführt.  
  • Schülerhort/Mittagstisch: Die Frequenzen sind in den letzten Jahren gestiegen. Im Schuljahr 2009/10 besuchen 74 Kinder die verschiedenen Angebote.  
  • Tageseltern: Der Bedarf ist laufend gestiegen. Im Juni wurden 52 Kinder betreut.

Der Einwohnerrat wird am 22. Oktober über die Weiterführung der familienexternen Kindertagesbetreuung entscheiden. 

ana