Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

HORW: Areal Wegmatt: Beschwerlicher Weg zum Neubau

Seit acht Jahren ist die Umzonung des Areals Wegmatt in der Nähe des Horwer Bahnhofs hängig. Dies strapaziert die Geduld der Grundeigentümerin.
Stefan Dähler

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.

Am Donnerstag gilt es ernst. Dann wird im Horwer Einwohnerrat einmal mehr die Umwandlung des Areals Wegmatt in eine Wohn- und Arbeitszone behandelt. «Wir hoffen sehr auf eine Zustimmung», sagt Andreas Schoch, Architekt im Auftrag der Grundeigentümerin Schappe AG. «Das Geschäft ist nun bereits seit acht Jahren hängig.» Das lange Warten sei nicht nur ärgerlich, sondern verursache auch «grosse Kosten für verschiedene Planvarianten, Machbarkeitsstudien und das gebundene Kapital».

Ursprünglich sollte das Wegmatt-Areal in eine reine Wohnzone umgewandelt werden. 2010 änderte das Parlament seine Meinung, wodurch der Gemeinderat das Geschäft überarbeiten musste. 2012 kam es erneut in den Einwohnerrat, die zweite Lesung wurde jedoch abtraktandiert, weil die Idee aufkam, beim Areal eine Gleisüberführung zu realisieren, was weitere Verhandlungen und Planungen zur Folge hatte.

2014 kam der Gemeinderat zum Schluss, dass eine Überführung nicht realistisch ist. Stattdessen begann die Planung einer Unterführung. Ein erster Vorschlag erwies sich als unrealistisch, es folgten neue Planungen. Am 17. März dieses Jahres kam das Geschäft erneut in den Einwohnerrat, wurde aber zurückgewiesen. In der Zwischenzeit hat der Gemeinderat einen neuen Vorschlag erarbeitet (wir berichteten).

«Es besteht eine Ungleichbehandlung»

«Wir fühlen uns als Spielball verschiedener Interessen. Es besteht eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen Grundeigentümern im Gebiet», sagt Schoch. So wurden in der Ortsplanungsrevision 2010 viele Grundstücke der «Zentrumszone Bahnhof» zugewiesen, die mehrheitlich Wohnungen vorsieht. Die Wegmatt sei damals «vergessen gegangen». Inzwischen beklagen sich Firmen über fehlende Räume in Horw, die SVP fordert daher auf dem Wegmatt-Areal mehr Platz für das Gewerbe. Dies war auch einer der Gründe für die Zurückweisung im Einwohnerrat. Derzeit ist geplant, dass eine der drei Neubauten gewerblich genutzt werden soll (siehe Kasten).

Weiter moniert Schoch, dass die Grundeigentümer im Rahmen der Ortsplanungsrevision keine Mehrwertabgabe bezahlt hätten. Bei der Schappe AG dagegen sind 400 000 Franken vorgesehen, die für den Bau der Gleisunterführung verwendet werden sollen. Dennoch könne man mit der neu ausgehandelten Lösung leben. «Die Unterführung verbessert die Erschliessung des Areals massiv», sagt Schoch. Ausserdem ist neu vorgesehen, dass die Schappe AG 123 Quadratmeter Land für 123 000 Franken von der Gemeinde kauft. «Dadurch wird unser Grundstück grösser, dies ermöglicht uns dank der Ausnützungsziffer den Bau einer zusätzlichen Wohnung.»

Chancen für Zustimmung im Parlament stehen gut

Wie stehen die Chancen, dass es am Donnerstag im Einwohnerrat zur von der Schappe AG erhofften Zustimmung kommt? Am 17. März wiesen SVP und L20 das Geschäft zurück. Die SVP hat ihre Meinung nicht geändert. «Der Gewerbeanteil ist aus unserer Sicht nach wie vor ungenügend», sagt Einwohnerrat Reto von Glutz. Die L20 dagegen ist mit der überarbeiteten Version zufrieden, wie Einwohnerrat Peter Bucher auf Anfrage sagt. Somit sollte es für eine Mehrheit reichen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.