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Für's Jodlerfest wird in Horw kräftig angepackt

Der Aufbau für das Jodlerfest läuft auf Hochtouren. Rund 70 Leute stellen 20 Zelte auf, platzieren Brunnen oder dekorieren Wegweiser mit Pflanzen. Ein Dekoartikel kommt bei der Bevölkerung besonders gut an.

Roger Rüegger
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Freiwillige Helfer beladen einen Anhänger mit Wegweisern. (Bilder: Nadia Schärli)

Freiwillige Helfer beladen einen Anhänger mit Wegweisern. (Bilder: Nadia Schärli)

Wenn bei Sonnenschein kein Schatten vorhanden ist, muss man sich den selber besorgen. So wie Marco Bieri. Er montiert mit einigen Helferinnen und Helfern im Horwer Dorfzentrum ein Crossover-Zelt. Das Eventzelt gleicht einem grossen Iglu. Drei davon werden am 63. Zentralschweizerischen Jodlerfest aufgestellt. Eines davon mitten auf dem Merkurkreisel.

«Das macht mir im Moment noch Kopfzerbrechen», sagt Pius Studhalter, Verantwortlicher für die Infrastruktur des Jodlerfestes. «Das Zelt hat eine Fläche von 16 auf 14 Metern. Die Herausforderung ist, dass noch Platz für den Busbetrieb bleibt. Aber diese Aufgabe lösen wir.» Der Mann führt uns über das Festgelände zum Alphornplatz. Dieser Wettbewerb findet auf dem Rasenplatz auf der Allmend statt. Zehn Männer vom Zivilschutz und zwei Monteure bauen die Tribüne für die Zuschauer und die Jury auf.

Die Fahnenschwinger messen sich im Schulhaus

Um 9 Uhr hat die Truppe mit dem Errichten angefangen, am frühen Vormittag steht die Geschichte. «Das ging tiptop. Ich arbeite in einem Lager, der Einsatz hier ist eine gute Abwechslung», sagt Jefferson Manuan. Der Logistiker aus Kriens ist einer von 38 Zivilschutzangehörigen, die beim Aufbau der Infrastruktur helfen. Bereits am Samstag haben Mitglieder des Jodlerklubs Heimelig und des Turnerchörli, den beiden Trägervereinen des Festes, mit dem Aufbau begonnen.

Im Dorfzentrum deuten elf von insgesamt 20 Festzelten, die WC-Anlagen und die Tribüne bei den Alphornbläsern auf den bevorstehenden Grossanlass hin. Auf dem Schulhausplatz lagern Festbänke und Bühnenelemente. Ein Teil wird im Schulhaus Zentral benötigt, wo sich die Fahnenschwinger messen. «Der Eingangsbereich wird zum Einschwingen genutzt, die Wettkämpfe finden im oberen Teil statt», erklärt Studhalter.

Erste Hinweise auf das Jodlerfest wurden an Ostern auf der Kantonsstrasse platziert: Holzbänke und Brunnen, die von Handwerkern der beiden Jodlerklubs angefertigt wurden. Peter Mühlebach ist einer von ihnen. «Die 42 Bänke sind bei der Bevölkerung beliebt. Als wir die ersten aufstellten, zeigten viele Geschäfte und Private Interesse», so der Sänger des Turnerchörlis. Fazit: Alle Bänke sind verkauft.

Die Festmeile wird mit Blumen geschmückt. Gärtnereien aus der Region und die Blumenbörse lieferten 1000 Pflanzen. Zum Teil sogar gratis. Die Handwerker haben neben den Brunnen und Bänken ausserdem 30 Sockel für die Wegweiser gebaut, die ebenfalls geschmückt werden. Apropos: Die Kantonsstrasse wird am Mittwoch (8 Uhr) nur noch aus einer Richtung (von Luzerner her) befahren. Am Freitagmittag gehört die Festmeile dann ganz den Jodlern.

Nachrichtenbeitrag unserer Kolleginnen und Kollegen von Tele1 vom 26. Juni 2019: