HORW: Beiz wegen zu geschlossen

Am Dorfumzug wurde «Mini Beiz – dini Beiz» gesucht. Doch diese war wie so manches Lokal in Horw gerade zu. Zum Glück gabs da noch die Bäsebeiz.

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Formel 1 in Horw. (Bild: Roger Grütter)

Formel 1 in Horw. (Bild: Roger Grütter)

Hannes Bucher

Eigentlich kamen die Windstösse just vor Umzugsbeginn in Horw gestern Nachmittag wie bestellt: Da und dort wurde noch eine Frisur stilgerecht fasnächtlich zerzaust, wurden die Kostüme vom Wind aufgeplustert, und die aufgewirbelten Konfetti mischten zudem den grauen Himmel farbig auf. Die rund 4500 Besucher entlang der Hauptstrasse erwiesen sich zudem als wind- und etwas später auch feuchtigkeitsresistent und erfreuten sich an den 25 Nummern, die vorbeiparadierten. Besonderen Anklang fanden die spezifisch lokal gefärbten Sujets. So suchte etwa das einheimische Turnerchörli getreu der gleichnamigen SRF-Serie «Mini Beiz – dini Beiz»: Doch wo suchen? «Schwendelberg – bin am Schnorcheln», «Hotel K’baum – wegen zu geschlossen», «Hotel Pilatus – das war einmal!», stand da auf dem Umzugswagen. Zum Trost gabs da offenbar noch eine Bäsebeiz: Die schien zum Glück «täglich geöffnet». Fasnächtlich zu reden gab auch die stete Bauerei im Dorf: Mit grossem Baugerät und einer Menge Baumaterialien beladen fuhr die Familie Krütli als «Krütli Bau AG» vor. Passend dazu ein originelles Paarsujet mit einem Abschiedsblumengruss für «die letzte Wiese von Horw».

Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
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Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)
Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)

Einige Impressionen des Fasnachtsumzugs in Horw. (Bild: Roger Gruetter)

Gfürchiges und Verträumtes

Bunte Gegensätze zeigten sich in den fantasievollen Sujets: Da parodierte die Wagenbaugruppe Delirium als «Tote Armee» – ein Sujet, das beim Zuschauer ein Frösteln auslöste. Und da war auch noch die U. S. Army 1945 von der Gruppe «Im Team» glossiert. Nach so viel Gfürchigem war manch einer froh, waren da auch die Waldfeen, die verträumt und zierlich vorbeitrippelten. Wiederum Monströses hatten die Eglibarone Horw mit «Assassin’s Creed» auf dem fasnächtlichen Lager – in Anlehnung an das gleichnamige Playstation-3-Spiel aus dem Jahr 2007. Und grossformatig und mit unüberhörbarem «Tüü-Taa» fuhr der Pronto-Club Horw vor: natürlich «füürwehr-allzeit-bereit». Viele originelle, reizende Kleingruppen und Einzelmasken gaben dem fasnächtlichen Horwer Umzugsgeschehen eine zusätzliche Fasnachtswürze.