Horw budgetiert geringes Defizit

Die Gemeinde Horw budgetiert für das Jahr 2012 ein Minus von rund 122'000 Franken. Im Vergleich zu 2011 fällt das erwartete Defizit auch dank Liegenschaftsverkäufen gering aus. Der Steuerfuss bleibt unverändert.

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Blick vom Dach der Gemeindeverwaltung auf Horw. (Bild: Archiv Remo Nägeli/Neue LZ)

Blick vom Dach der Gemeindeverwaltung auf Horw. (Bild: Archiv Remo Nägeli/Neue LZ)

Was beim Horwer Budget 2012 auffällt, ist ein markantes Umsatzwachstum. Wie die Gemeinde am Freitag mitteilt, steigen der Gesamtaufwand und der Gesamtertrag inklusive interne Verrechnung auf rund 96 Millionen Franken an. Im Vorjahr betrugen sie noch 81,4 beziehungsweise 79,9 Millionen Franken. Insgesamt budgetiert die Gemeinde in ihrem Voranschlag ein Defizit von 122'200 Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 1,6 Einheiten. Das budgetierte Minus könne mit einem Bezug aus dem Eigenkapital gedeckt werden. Im Vergleich zum Budget 2011 fällt das budgetierte Defizit geradezu gering aus. Im letzten Jahr wurde mit einem Minus von über 1,5 Millionen Franken gerechnet und die Rechnung 2010 schloss mit über 1 Million in den roten Zahlen.

Verzögerte Sanierungsprojekte

Die Investitionsrechnung sieht Nettoinvestitionen vom fast 14 Millionen Franken vor. Die Projekte «Sanierung Gemeindehaus» (Anteil 2011: 3 Mio.) und «Sanierung St. Niklausenstrasse, Post Kastanienbaum – Utohorn» (Anteil 2011: 3 Mio.) waren bereits im Budget 2011 enthalten. Die Umsetzung dieser Projekte hat sich weiter zeitlich verzögert. Als weiteres grosses Projekt im Jahr 2011 erscheint das Projekt «Sanierung Abwasserpumpwerke» mit 3,9 Millionen Nettoinvestitionskosten. Nebst diesen Hauptinvestitionen stehe eine Vielzahl kleinerer Investitionen an.

Mehraufwand bei Pflegefinanzierung

Der Verkauf von verschiedenen Liegenschaften soll der Gemeinde im Jahr 2012 einen Buchgewinn von 5 Millionen Franken bringen. Von diesem Buchgewinn sollen 3 Millionen als Einlage in einen neuen Fonds «Südbahnhof» verbucht werden. Mit 2,65 Millionen Franken schlägt die Pflegefinanzierung zu Buche (480'000 mehr als 2011). Wegen der Steuergesetzrevision wird mit einem Steuerausfall von 400'000 Franken gerechnet. Zudem wurde die Gewinnsteuer nochmals gesenkt, was den Ertrag der Gemeinde um 665'000 Franken mindert.

Weitere Mehrkosten gegenüber 2011 fallen in den Bereichen Lohnkosten (855'000 Franken mehr), Sachaufwand (470'000 mehr) und Kantonsentschädigungen an. Auf der Einnahmenseite wird trotz den Auswirkungen der Steuergesetzrevision 2011 ein Mehrertrag von 1,25 Millionen Franken bei den Einkommens- und Vermögenssteuern erwartet. Der Gesamtertrag aller Steuern beträgt 45,1 Millionen.

pd/bep