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HORW: Der Umweltschutz gibt immer mehr zu tun

Die Horwer Natur- und Umweltschutzstelle versinkt in Arbeit. Deshalb will der Gemeinderat die Verwaltung in diesem Bereich ausbauen.
Beatrice Vogel
Das am Vierwaldstättersee gelegene Horwer Naturschutzgebiet Steinibachried. Dessen Betreuung ist eine der Aufgaben der Umweltschutzstelle. (Bild Boris Bürgisser)

Das am Vierwaldstättersee gelegene Horwer Naturschutzgebiet Steinibachried. Dessen Betreuung ist eine der Aufgaben der Umweltschutzstelle. (Bild Boris Bürgisser)

«Die Umweltstelle kann ihre Aufgaben nicht mehr vollumfänglich bearbeiten», sagt die Horwer Bauvorsteherin Ma­nuela Bernasconi. «Die Aufgaben haben sich seit deren Einführung stark verändert und sind gewachsen. Das Pensum blieb seit 2001 gleich.» Deshalb sei eine Stellenaufstockung dringend nötig. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat, die Natur- und Umweltschutzstelle um 50 Stellenprozente von 60 auf 110 Prozent aufzustocken. Der Einwohnerrat Horw wird am 22. Januar darüber entscheiden.

Kriens: Viermal grösseres Pensum

Die Umweltbeauftragte hat in Horw ein breites Aufgabengebiet. Sie betreut unter anderem die Naturschutzgebiete, beurteilt und bewilligt Baumfällungen in geschützten Zonen, überprüft die Umgebungsgestaltung bei Baugesuchen und sorgt für die Umsetzung des energiepolitischen Programms. Heute verfügt die Natur- und Umweltschutzstelle über eine Beauftragte mit einem 60-Prozent-Pensum und über eine jeweils einjährige Praktikumsstelle à 60 Prozent. Zum Vergleich: Die Gemeinde Kriens verfügt über drei Teilzeitstellen mit insgesamt 240 Stellenprozenten, und Emmen wird im nächsten Jahr ebenfalls auf bis zu 160 Stellenprozente aufstocken.

Neben dem breiten Aufgabengebiet muss die Umweltschutzstelle viele administrative Arbeiten wie das Schreiben von Rapporten und Stellungnahmen selbst ausführen. Dies frisst ein Drittel des gesamten heutigen Arbeitspensums.

Mit einer Aufstockung würden Pendenzen und neue Projekte schneller bearbeitet, heisst es im Bericht des Horwer Gemeinderats. Gerade im Hinblick auf die kommunale Energieplanung seien zusätzliche personelle Ressourcen unumgänglich. «Die Mehrheit der Einwohnerräte wird diese Notwendigkeit erkennen und die Stellenaufstockung bewilligen», glaubt Manuela Bernasconi. «Diese Fachstelle nimmt eine wichtige Aufgabe wahr im Bereich Natur- und Landschaftschutz, aber auch im Bereich Verringerung und Vermeidung von Umweltschäden. Als Energiefachstelle ist sie federführend bei der Umsetzung unserer energiepolitischen Ziele.»

SVP will mehr Effizienz

Der Horwer FDP-Fraktionschef Urs Rölli ist gegenüber dem Antrag skeptisch. «Es stellt sich die Frage, wie erfolgreich die Energieplanung umgesetzt wird. Wir brauchen greifbare Resultate.» Grundsätzlich sei der sorgfältige Umgang mit der Umwelt aber ein Anliegen der FDP. Bei einer Stellenaufstockung gehe es aber auch um Effizienz. Allenfalls würde deshalb eine verwaltungsinterne Aufgabenverteilung Sinn machen. Genauso sieht es die SVP. «Die Stelle wäre eventuell gar nicht notwendig, wenn effizienter gearbeitet würde», findet SVP-Fraktionschef Jörg Conrad. Dennoch werde man den Antrag wohl gutheissen. Die anderen Parteien waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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