HORW: Die Gemeindeverwaltung – ein sicheres Nest

Seit drei Jahren brüten Enten auf dem Gemeindehaus. Heuer schlüpften dreizehn Junge – doch schon bald fahren hier die Bagger auf.

Sandro Portmann
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Das Abenteuer beginnt: Die frisch geschlüpften Entlein auf der Dachterrasse des Gemeindehauses. Ihr Weg führt sie von ihrem Nest (links, nicht sichtbar)  hinunter zum Dorfbach (rechts, im Bereich der Fahnen). (Bild: Bruno Imgrüt)

Das Abenteuer beginnt: Die frisch geschlüpften Entlein auf der Dachterrasse des Gemeindehauses. Ihr Weg führt sie von ihrem Nest (links, nicht sichtbar) hinunter zum Dorfbach (rechts, im Bereich der Fahnen). (Bild: Bruno Imgrüt)

Fotos von jungen Entlein schmücken den Pausenraum der Horwer Gemeindemitarbeiter. In leuchtender Schrift steht das Datum 15. April 2014 darauf. Die Bilder hat Bruno Imgrüt, Sachbearbeiter Immobilien, gemacht. Dies als Erinnerung an den Tag, an dem junge Entlein auf der Terrasse der Gemeindeverwaltung geschlüpft sind. «Es waren dreizehn junge Enten von einer Entenmutter», erinnert sich der 61-Jährige. Er kümmerte sich gemeinsam mit dem Hauswart um die Mutter und ihre Kleinen.

Enten brauchen neues Zuhause

Die Terrasse im vierten Stock ist ebenfalls ein Pausenraum für die Gemeindemitarbeiter. «Obwohl auf der Terrasse ständig Leute sind, fühlen sich die Enten wohl», sagt Imgrüt. Es ist bereits das dritte Jahr, wo hier Entenmütter ihre Jungen ausbrüten. Laut dem Sachbearbeiter schlüpften im Vorjahr 39 junge Enten von vier verschiedenen Müttern, und im 2012 hatte eine Entenmutter vierzehn Junge. «Vielleicht wissen die Enten, dass sie hier Hilfe bekommen. Hier haben sie ihre Ruhe», sagt Imgrüt. Aber nicht mehr lange. Denn schon bald wird das Gemeindehaus zu einer Baustelle. Noch diesen Sommer sollen die Maschinen vorfahren und mit dem Umbau der Verwaltung für 7,1 Millionen Franken beginnen.