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HORW: Ein neuer Bahnhof für 30 Millionen

Ein neuer Bahnhofplatz und ein neuer Bushof sollen zum «Herzstück» des Projekts Horw Mitte werden. Im Juli 2018 sollen die Baumaschinen auffahren.
Hugo Bischof

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Der Bahnhof Horw wird neu organisiert und soll dadurch aufgewertet werden. Das Baugesuch der Zentralbahn AG liegt seit gestern bei der Gemeinde Horw zur öffentlichen Einsicht auf. Es ist Teil des Bebauungsplans «Zentrumszone Bahnhof Horw», der vom Luzerner Regierungsrat 2012 genehmigt worden war.

Der neue Bahnhof soll zum «Herzstück» des Projekts «Horw Mitte» werden. Dies hat der Horwer Gemeinderat mehrfach betont. Das Projekt sieht diverse Neubauten im Gebiet rund um den Bahnhof vor. Das grösste davon, ein 44-Meter-Hochhaus, ist im Bau. Das Haus Aqua an der Ebenaustrasse ist inzwischen fertig gebaut und bezugsbereit.

Heutiges Bahnhofgebäude wird abgerissen

Zentraler Bestandteil des jetzt aufliegenden Baugesuchs ist ein neu zu erstellender Bahnhofplatz östlich der Bahngleise (siehe Karte). Das heutige Bahnhofgebäude (Baujahr 1977) sowie das benachbarte Gebäude werden abgerissen. Ein neues Bahnhofgebäude wird es nicht geben. Dafür erhalten die Perrons eine neue Überdachung. Die Bahntechnik wird in ein neues Stellwerkgebäude ausgelagert.

Südöstlich an den neuen Bahnhofplatz anschliessend ist ein Bushof mit vier Haltekanten geplant. Die Einfahrt erfolgt vom Kreisel Ringstrasse via Ebenau­strasse, die Ausfahrt erfolgt ebenfalls via Ebenaustrasse zurück in den Kreisel Ringstrasse. Heute halten die Busse an der Ringstrasse; bei der dortigen Unterführung gibt es aber ein Konfliktpotenzial mit dem bestehenden Radweg. Die Anordnung der Haltekanten wurde mittels Fahrversuchen mit den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) geprüft und optimiert.

Trotz Abriss des Bahnhofgebäudes werden auf dem neuen Bushof – dieser wird 66 Meter lang und 28 Meter breit sein – die Platzverhältnisse eng sein. Die Busse können nicht gleichzeitig ein- und ausfahren. Dies bereitete den Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen. Das jetzt aufliegende Projekt sieht vor, dass die Ein- und Ausfahrten mit einer Lichtsignalanlage gesteuert werden. Die Buslinien 14 (Horw–Kriens), 16 (Kriens–Horw) und 21 (Kriens–Horw–Luzern) fahren künftig direkt zum Bushof und erhalten somit eine direkte Anbindung zum Bahnhof. Ab dem Jahr 2022 dürfte eine vierte Buslinie dazukommen.

180 Meter lange Züge sollen hier halten können

Beim Bahnhof werden mit dem Projekt die Perronanlagen erneuert. So wird der Perron 1, der zurzeit nur für Notausstiege dient, zu einem vollwertigen, behindertengerechten Perron ausgebaut. «Das dortige Gleis wird zudem etwas verlängert, damit dort auch bis zu 180 Meter lange Züge halten können», sagt Gunthard Orglmeister, Leiter Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung der Zentralbahn AG. Bei der Bahninfrastruktur gibt es weitere Ausbauten.

Entlang der Verladerampe beim Bahnhof stellt die Zentralbahn 22 Autoparkplätze zur Verfügung. Dazu kommen zwei behindertengerechte, zwei Mobility-, zehn Roller-Parkplätze sowie zwei Kurzzeit-Parkplätze (15 Minuten) und zwei Taxi-Parkplätze. Beim Bahnhof Horw soll es zudem rund 200 Veloparkplätze geben. Eine öffentliche WC-Anlage ist beim Bushof geplant.

Die Gesamtkosten des Projekts betragen 30,5 Millionen Franken. Die Zentralbahn AG übernimmt davon die Kosten für den Bahnausbau (20,7 Millionen Franken), die Gemeinde Horw die Kosten für den Bahnhofplatz/Bushof (9,8 Millionen Franken). Auch der Bund und der Kanton werden Beiträge leisten.

Die Bauarbeiten sollen im Juli 2018 starten, unter anderem mit dem Bau des neuen Stellwerkgebäudes. Von Januar bis März 2019 folgt die zweite Bauphase, unter anderem mit dem Abbruch des Bahnhofgebäudes, der Erneuerung der Perron- und Gleisanlagen sowie der Anpassung der Personenunterführung. Der neue Bushof und Bahnhofplatz werden von Januar 2020 bis September 2021 erstellt. Der neue Bahnhof Horw soll im Herbst 2021 in Betrieb genommen werden.

Gemeinderat freut sich über «wichtigen Meilenstein»

Der Horwer Gemeinderat und Bauvorsteher Thomas Zemp ist erfreut über die Eingabe des Baugesuchs. «Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Bahnhof und Bushof als Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr sind ein wichtiges Element für das Entwicklungsgebiet Horw Mitte, aber auch für die ganze Gemeinde Horw.» Teile des Areals, das für den Bahnhofplatz und den Bushof überbaut werden, gehö­ren privaten Grundeigentümern. «Wir sind mit ihnen im Gespräch und sind zuversichtlich, dass sich eine einvernehmliche Lösung finden lässt», sagt Zemp.

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