HORW: Himmel hängt voller Drohnen

Eine Gemeinde-Politposse und ein Tennismatch Österreich - Schweiz sorgten beim Publikum für viele Lacher.

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Das Turnerchörli Horw fühlt sich von Drohnen gestört. (Bilder: Boris Bürgisser (Horw, 26. Februar 2017))

Das Turnerchörli Horw fühlt sich von Drohnen gestört. (Bilder: Boris Bürgisser (Horw, 26. Februar 2017))

Mirjam Strässle

region@luzernerzeitung.ch

Höhepunkt des Fasnachtsumzugs in Horw war ein in den letzten Wochen und Monaten in der Gemeinde Horw heiss diskutiertes politisches Thema. Das Tur­nerchörli Horw machte es zu seinem Sujet: Mit Feldstecher und Fotokamera ging man auf die Suche nach Drohnen. Derweil gab eine energisch diskutierende Ex-Gemeinderätin Manuela Bernasconi auf dem Fasnachtswagen ihren Senf dazu und betonte, sie habe in ihrem Garten «übrigens nichts zu verstecken».

Das Thema der fliegenden Drohnen, mit denen die Gemeinde Horw illegale Bauten dokumentieren wollte, kam im Horwer Umzug gleich zweimal zum Zug. Die Mitglieder des Handballclubs Horw verkleideten sich nämlich als Drohnenjäger.

Davis-Cup speziell für den Eglivater

Sehr schön inszeniert wurde das diesjährige Horwer Eglipaar. Dass der Eglivater ein Österreicher ist, machte sich die Egli-Zunft gekonnt zunutze. Es ist bekannt, dass Eglivater Harry Laube Interesse an Tennis hat. Deshalb inszenierten die Egli-Zünftler einen Davis-Cup-Match, bei dem die Schweiz (verkörpert durch die Eglimutter) gegen Österreich (verkörpert durch den Eglivater) antrat. Der Match Rot-Weiss gegen Rot-Weiss blieb schliesslich ohne Sieger.

Auch der schweizweite Stellenabbau bei der Post war Thema des Umzugs. Die Chätsche­tätscher inszenierten ihr Sujet spielerisch und mit viel Kreativität. So entdeckte man bei ihnen eine Maske, die aussah wie eine übergrosse Briefmarke, in deren Mitte das Gesicht von Albert Einstein prangte. Auch der umstrittene US-Präsident Donald Trump hatte seinen Auftritt. Selbstsicher stand er auf dem Rücksitz seines Autos und hielt wild gestikulierend eine Rede.

Für eine Auflockerung sorgte eine wilde Teilnehmergruppe, die, als Alphirten verkleidet, ausgewählte Zuschauer zu einem Jass aufforderte. Dazu stellten sie «hopp» einen kleinen Holztisch auf der Strasse auf und setzten sich daran – zum Gaudi der Zuschauerinnen und Zuschauer.

Die Ennethorwer Narren, nach ihrem 20-jährigen Bestehen, «Das war’s». Darauf folgte die Rasselbandi Horw mit ihrem Motto «Dias de los Muertos» («Die Tage der Toten»). Die Gruppe machte mit aufwendig gestalteten Masken und einem monströsen Skelett auf sich aufmerksam. Den Abschluss machten die Paulusschränzer Luzern, als nordische Götter verkleidet .

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 22
Anzahl Zuschauer: 5500
Stimmung: familiär-gediegen
Dauer: 60 Minuten
Highlight: Drohnen