HORW: Horw schreibt schwarze statt rote Zahlen

Die Rechnung 2012 der Gemeinde Horw schliesst mit einem Gewinn von 1,39 Millionen Franken ab. Dies sind 3,17 Millionen Franken besser als budgetiert. Grund sind höhere Steuereinnahmen und tiefere Investitionen als budgetiert.

Pd/Zim
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Das Gemeindehaus in Horw. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Das Gemeindehaus in Horw. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Rechnung 2012 der Gemeinde Horw schliesst mit einem Aufwand von 95,58 Millionen Franken und einem Ertrag von 96,97 Millionen Franken ab. Dies ergibt einen Ertragsüberschuss von 1,39 Millionen Franken, wie die Gemeinde Horw am Montag mitteilte. Das Budget 2012 sah ein Defizit von 1,78 Millionen Franken vor.

Plus bei Sondersteuer-Erträgen

Der ordentliche Steuerertrag der Gemeinde Horw beläuft sich 2012 auf 39,6 Millionen Franken, das sind wie budgetiert 2,21 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutlich über Budget sind hinegegen die Einnahmen bei den Sondersteuern (Handänderungs-, Grundstückgewinn- und Erbschaftssteuern). Damit liegt der gesamte Steuerertrag 4,2 Millionen Franken über dem Voranschlag.

Deutlich tiefere Investitionen

Die Nettoinvestitionen betrugen 2012 nur 3,53 Millionen Franken. Das Budget sah Nettoinvestitionen von 13,9 Millionen Franken vor. Grund für die grosse Differenz ist gemäss Mitteilung die Nichtrealisierung zahlreicher Projekte. So verschiebt sich beispielsweise der Beginn der Sanierung des Gemeindehauses auf 2013, die Sanierung der Grisigenstrasse sowie der Ausbau der St. Niklausenstrasse (Abschnitt Post Kastanienbaum – Utohorn) wurden durch laufende Rechtsmittelverfahren verzögert.

Mit einem Grundstückverkauf erzielte die Gemeinde Horw einen Verkaufserlös in der Höhe von 10 Millionen Franken, was über den Erwartungen liegt. Mit dem daraus resultierenden Buchgewinn werden Einlagen in verschiedene Vorfinanzierungen verbucht. Dies sind Vorfinanzierungen für die Sanierung des Oberstufenschulhauses, für die Renovation des Gemeindehauses und für öffentliche Räume im Ortskern, wie die Gemeindebibliothek und Musikschulräume.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt weiter

Infolge des Liegenschaftsverkaufs, des positiven Rechnungsergebnisses und der tiefen Investitionsrate, sank die Nettoverschuldung pro Einwohner auf 256 Franken. Dank den liquiden Mitteln konnte Horw Darlehen in der Höhe von 10 Millionen Franken zurückbezahlen.