HORW: Horwer Firma zockt mit Apple ab

Eigentlich hätte es ein todsicherer Aktienkauf werden sollen – schliesslich bürgte Apple mit einer halben Milliarde Euro dafür. Nur schade, dass Apple selber davon gar nichts wusste.

Rahel Schnüriger
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Der versprochene Geldsegen durch den Wiederverkauf der Aktien ist nie eingetroffen. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans / Neue LZ (Archiv))

Der versprochene Geldsegen durch den Wiederverkauf der Aktien ist nie eingetroffen. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans / Neue LZ (Archiv))

Die Horwer Firma Steynerts Financial AG machte dem Deutschen Thomas Trost Ende Jahr ein lukratives Angebot: Er sollte Aktien einer Firma für einen Vorzugspreis von je 7 Euro kaufen, um diese dann Mitte 2014 für einen Fixpreis von 17 Euro wieder zu verkaufen. Ein todsicheres Geschäft, insbesondere weil Apple 527 Millionen Euro für eine Übernahme hinterlegt haben sollte. Trost ging auf den Deal ein, und überwies 7000 Euro für 1000 Aktien. Nach einiger Skepsis kündigte er sein Investment jedoch wieder, und die Steynerts AG versprach ihm die Rückzahlung seiner Investition.

Apple wusste von nichts

Nach wie vor wartet Thomas Trost auf sein Geld, hat eine Betreibung eingeleitet und die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Denn wie Apple auf Anfrage der «Zentralschweiz am Sonntag» mitteilt, hat die Firma keinerlei Kenntnis von der Steynerts Financial AG, geschweige denn eine Geschäftsbeziehung zu ihr. Die Mitarbeiter der Steynerts sind in der Zwischenzeit nicht mehr erreichbar und reagieren auch auf eine Anfrage per E-Mail nicht.