HORW: Horwer Fussgänger fühlen sich unsicher

Der Kantonsstrassenabschnitt in Horw ist seit der Sanierung weniger gefährlich. Dennoch ist ein Grossteil der Fussgänger damit nicht glücklich.

Drucken
Teilen
Die Horwer Gemeinderätin Manuela Bernasconi an der Kantonsstrasse in Horw. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Horwer Gemeinderätin Manuela Bernasconi an der Kantonsstrasse in Horw. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Eine Untersuchung der Hochschule Luzern – Wirtschaft (HSW) bringts ans Licht: Die Sanierung der Kantonsstrasse in Horw auf dem Abschnitt Wegscheide bis Merkur in den Jahren 2005 für 6 Millionen Franken hat die Attraktivität des Horwer Zentrums verbessert, die Lebensqualität ist gestiegen. Allerdings: Ein Grossteil der Fussgänger fühlt sich nicht sicher auf der Strasse.

«Das Resultat in diesem Punkt ist sehr erstaunlich», sagt die zuständige Gemeinderätin Manuela Bernasconi. Denn die Reduktion von Tempo 50 auf Tempo 30 mache die Strasse viel sicherer. Bei der Sanierung wurden die Fussgängerstreifen aufgehoben und niveaugleiche Übergänge zwischen Fahr- und Gehbereich geschaffen. Das neuartige Konzept verlangt eine starke Rücksichtnahme des Fahrverkehrs gegenüber den Fussgängern.

Manuela Bernasconi erklärt sich dieses Resultat mit der gängigen Verkehrserziehung. «Wir sind alle auf Trottoirs und Fussgängerstreifen konditioniert. Darum empfinden wohl viele eine Unsicherheit.» Nun wolle der Gemeinderat bei den Schwachstellen zusammen mit den involvierten Behörden und Kreisen nach Verbesserungen suchen.

Susanne Balli/Neue LZ