HORW: Horwer Gemeindefinanzen trotz Defizit auf Kurs

Die Gemeinde Horw rechnet im Budget 2016 mit einem Minus von 743‘000 Franken. Das Defizit kann mit einem Bezug aus dem Eigenkapital gedeckt werden. Der Steuerfuss von 1,55 Einheiten soll unverändert bleiben.

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Die Horwer Gemeindefinanzen entwickeln sich leicht besser als im Finanz- und Aufgabenplan prognostiziert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ (Archiv))

Die Horwer Gemeindefinanzen entwickeln sich leicht besser als im Finanz- und Aufgabenplan prognostiziert. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ (Archiv))

In seinem Budget 2016 plant die Gemeinde Horw bei Ausgaben von 94,265 Millionen Franken und Einnahmen von 93,,522 mit einem Verlust von 743'000 Franken. Damit können die Erwartungen des Finanz- und Aufgabenplans eingehalten werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Horw vom Dienstag.

Der Beitrag der Gemeinde Horw an den kantonalen Ressourcenausgleich steigt im Jahr 2016 um 1 Million Franken an. Die verschiedenen ausserordentlichen Erträge (Steuern 2013, Nachsteuern 2012, Grundstückgewinnsteuern 2012, 2013, Grundstückverkauf 2012) erhöhten die Ressourcenkraft der Gemeinde Horw markant um 12.09 Prozent auf 4412 Franken pro Einwohner.

Mehraufwände bei Schule

Im Bereich Bildung steigen die Kosten mit einem Plus von 527'000 Franken markant an. Gründe sind deutlich höhere Schülerzahlen im Kindergarten und in der Primarschule (23 zusätzliche Schüler oder eine Steigerung um 2 Prozent), die Einführung des Zweijahres-Kindergartens, die integrative Sonderschulung und weitere Massnahmen beim Arbeitsplatz Schule. Die Lektionenzahl steigt um 6 Prozent an. Demgegenüber entrichtet der Kanton zusätzlich 364'000 Franken an die Gemeinde.

Der gesamte Personalaufwand der steigt 2016 um 0,12 Millionen (+0,29 Prozent) auf rund 40 Millionen Franken an.

Im Bereich Soziales erhöht sich der Nettoaufwand um 427'000 Franken auf insgesamt rund 14,7 Millionen Franken. Davon sind mehr als 8 Millionen Franken gebundene Beiträge an den Kanton.

Steuerwachstum hält an

Die ordentlichen Steuern entwickeln sich mit einem Steuerwachstum von 5,25 Prozent weiterhin erfreulich. Jedoch sinken die Einnahmen im Bereich Sondersteuern von 4,6 auf 4,3 Millionen Franken.

Dank der guten finanziellen Lage profitiert die Gemeinde Horw weiterhin von attraktiven Zinskonditionen. Aufgrund der hohen geplanten Investitionen ab 2016 hat Horw bereits in den Vorjahren einen Teil des Fremdkapitalbedarfs frühzeitig gedeckt. Mit dem Abschluss von zinsgünstigen und langfristigen Darlehen in den Jahren 2014/15 sinkt die Zinsbelastung trotz hoher Investitionen.

Hohe Investitionen

Das Budget 2016 sieht Nettoinvestitionen in der Höhe von 28,2 Millionen Franken vor. Zahlreiche grössere Projekte werden im Herbst 2015 gestartet oder beginnen 2016. Dazu gehören die Sanierung und Erweiterung des Oberstufenschulhauses und die Sanierung der Trinkwasseraufbereitungsanlage Grämlis (sofern diese vom Stimmvolk am kommenden Wochenende angenommen wird). 2016 erfolgen im Weiteren die Restzahlungen für die Sanierung der St. Niklausenstrasse sowie den Neubau «Kopfbau Ost» mit neuer Bibliothek und neuen Musikschulräumen.

Der Einwohnerrat Horw entscheidet am 19. November über das Budget 2016.

pd/zim