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HORW: Kernzone Winkel in Horw: Dialog in wichtigen Punkten ergebnislos

Ob Amphibienschutz oder die Höhe der Häuser: Der Gemeinderat und die Gegner des 2016 abgelehnten Bebauungsplans Winkel fanden am runden Tisch häufig keinen Konsens.
Horw schreibt ein Defizit. Auf dem Bild: Der Winkel (Symbolbild). (Bild: Dominik Wunderli)

Horw schreibt ein Defizit. Auf dem Bild: Der Winkel (Symbolbild). (Bild: Dominik Wunderli)

Mit einem Dialog wollte der Horwer Gemeinderat einen neuen Anlauf nehmen in Sachen Bebauungsplan Kernzone Winkel. Dieser war 2016 an der Urne deutlich gescheitert. An den insgesamt vier Gesprächsrunden haben der Gemeinderat, Grundeigentümer, Vertreter der politischen Parteien sowie verschiedene Interessengruppen teilgenommen, die 2016 massgeblich zum Nein beigetragen hatten. Nun liegen die Ergebnisse des Dialogs vor, der von der Hochschule Luzern als Vermittlerin geleitet wurde.

Wie die Gemeinde Horw mitgeteilt hat, konnten einige Punkte als Leitsätze gemeinsam ausformuliert werden:

  • In der Kernzone Winkel können Neubauten realisiert werden.
  • Deren Architektur respektiert den historischen Kern, Neubauten gliedern sich in die bestehende Bebauung ein.
  • Das Hotel Sternen soll als Gastrobetrieb erhalten werden.

Insgesamt erzielte man in 17 Punkten eine Einigkeit, in 16 Punkten eine Uneinigkeit. Das klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Nur: In den wichtigsten Punkten gab es keinen Konsens. Es sind jene, welche die Gegner des Bebauungsplans damals am heftigsten kritisiert hatten: unter anderem die Höhe und das Volumen der Neubauten, die Nutzung der gemeindeeigenen Parzelle sowie die Vernetzungsachse zum Amphibienschutz.

«Es ist leider so, dass die Auffassungen zu den entscheidenden Punkten immer noch weit auseinanderliegen», sagt Bauvorsteher Thomas Zemp (CVP). «Ich hatte zwar den Eindruck, dass wir bei den Gesprächen am runden Tisch aufeinander zugegangen sind, doch bei den schriftlichen Stellungnahmen war der Ton wieder härter.» Trotzdem ist er überzeugt, dass sich der Dialog gelohnt hat, der mitsamt Gut­achten und Abklärungen rund 50'000 Franken kostet. «Emotional haben wir uns angenähert», sagt er.

Wie geht es nun weiter? Laut Zemp will und muss der Gemeinderat die Planung so oder so weiter vorantreiben: «Die Herausforderung bleibt sicher hoch, eine mehrheitsfähige Planung auszuarbeiten.» Bezüglich Amphibienarten und Amphibienzügen wird diesen Frühling ein Monitoring durchgeführt. Hinzu kommt ein Gesamtkonzept für den Verkehr und das Parkieren.

Wird der bestehende Bebauungsplan angepasst?

Zemp rechnet damit, einen Planungsentwurf noch dieses Jahr in den Gemeinderat zu bringen. Szenarien gibt es mehrere, beispielsweise den bestehenden Bebauungsplan anzupassen oder das Areal vielleicht sogar aufzuteilen. Möglich wäre auch ein völlig neuer Bebauungsplan. «Das würde allerdings teuer – und mit Blick auf die relativ kleine Bebauungsfläche muss man sich dann schon fragen, wie viel Aufwand gerechtfertigt ist», so Thomas Zemp. Effektiv bebaubar sind seeseitig rund 3700 Quadratmeter Land, bergseitig 1500 Quadratmeter. «Wichtig ist, dass wir – anders als beim letzten Mal – möglichst präzis aufzeigen, was realisiert werden soll.»

Das Horwer Stimmvolk hatte den Bebauungsplan im September 2016 mit 59 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Zahlreiche Einwohner und Verbände sahen vor allem das historische Ortsbild und die Natur am See gefährdet.

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

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