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HORW: Krämerstein wird flottgemacht

Obwohl die künftige Nutzung noch ungeklärt ist, will der Gemeinderat die leerstehende Villa bereits bis Herbst teilweise sanieren. Er sieht dies auch als Marketingmassnahme.
Stefan Dähler
Die 1786 erbaute Villa Krämerstein ist baulich nicht mehr in einem guten Zustand. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 1. Mai 2017))

Die 1786 erbaute Villa Krämerstein ist baulich nicht mehr in einem guten Zustand. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 1. Mai 2017))

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Seit dem Auszug der International School of Zug and Luzern vor rund einem Jahr steht sie leer – die Villa Krämerstein im Horwer Ortsteil St. Niklausen. Nun hat die Gemeinde ein Baugesuch für die Sanierung des 1786 erbauten Gebäudes eingereicht. Geplant ist, in einer ersten Etappe bis im Herbst die Fenster auszuwechseln und ein «Musterzimmer» herzurichten, sagt der zuständige Gemeinderat Robert Odermatt (SVP). Die vollständige Sanierung soll erst vollzogen werden, wenn die Gemeinde einen neuen Mieter gefunden hat.

Wieso saniert die Gemeinde die Villa nicht in einem Schritt? «Das Haus ist stark abgenutzt. Die Wände sehen teils aus, als hätte jemand mit einem Maschinengewehr umhergeschossen», sagt Odermatt. «Da wir eine gewisse Kundschaft als Mieter ansprechen wollen, müssen wir für die Vermarktung gewisse Vorar­beiten leisten.» Ausserdem könne man in der zweiten Etappe die Wünsche des künftigen Mieters berücksichtigen. Denkbar sei et­wa erneut eine Schule oder auch ein Firmensitz im gehobenen Bereich. Ein entsprechender Planungsbericht soll Ende Juni dem Einwohnerrat vorgelegt werden.

Da das Haus unter Ortsbildschutz steht, seien bei der Raumaufteilung keine Änderungen vorgesehen. Noch offen ist, ob ein Teil des Hauses öffentlich genutzt werden soll. Der Einwohnerrat hat 2016 entschieden, dass das ganze Gebäude vollständig für eine Vermietung freizuhalten sei. Nun hat Urs Rölli (FDP) jedoch eine Motion eingereicht, in der er die öffentliche Nutzung der Villa wieder zum Thema macht. Denkbar seien etwa Hochzeiten oder Kulturanlässe, heisst es in der Motion. «Wegen des früheren Einwohnerratsentscheids ist derzeit keine öffentliche Nutzung geplant», sagt Odermatt. «Klar ist, dass die Aussenanlage wie bisher weiterhin öffentlich zugänglich bleibt.»

Gesamtkosten von 5 Millionen Franken

Nicht nur die Villa, sondern auch das Pförtnerhaus eingangs der Anlage soll saniert werden. Dort sind derzeit übergangsweise die familienergänzenden Angebote des Schulhauses Kastanienbaum untergebracht. Der Einwohnerrat behandelt den entsprechenden Planungsbericht voraussichtlich im September. Bereits im Gange ist die Sanierung des Gärtnerhauses, die Wohnung darin soll künftig vermietet werden. Für die ganze Anlage Krämerstein plant die Gemeinde Investitionen von rund 5 Millionen Franken.

Die Villa Krämerstein wurde von Grossjunker Anton Pfyffer von Altishofen erbaut. Zwischenzeitlich wechselte sie mehrmals den Besitzer, unter anderem gehörte sie auch mal dem Verkehrshaus. 1982 kaufte die Gemeinde Horw das Anwesen, von 1984 bis 2006 war das Medienausbildungszentrum MAZ dort eingemietet. Danach folgte – bis 2016 – die International School of Zug and Luzern.

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