HORW: Luxuswohnungen im Villenquartier

In Kastanienbaum entstehen 21 Wohnungen im «Sonnhaldenpark». Das Interesse ist gross – weil viele Hausbesitzer umziehen wollen.

Yves Portmann
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So soll die neue Wohnüberbauung mit 21 Wohnungen in Kastanienbaum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll die neue Wohnüberbauung mit 21 Wohnungen in Kastanienbaum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Yves Portmann

Der Generationenwechsel auf der Horwer Halbinsel in Kastanienbaum ist in vollem Gange. Viele Villen werden als Erbvorbezug an die Kinder oder gar an die Enkel weitergegeben. Für ältere Menschen sind die grossen Häuser jedoch weniger geeignet (Ausgabe vom 26. Januar).

Nun entsteht ein Projekt, das den Villenbesitzern die Möglichkeit gibt, länger in Kastanienbaum wohnen zu können, obwohl sie ihre Villen an den Nachwuchs abgegeben haben. Zwischen der St. Niklausen- und Sonnhaldenstrasse sollen nämlich sieben Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Insgesamt 21 neue Wohnungen sind im Gestaltungsplan der Überbauung «Sonnhaldenpark» vorgesehen.

Wohnung für 1,5 bis 2,8 Millionen

Heute stehen auf dem grossen Grundstück zwei Häuser mit je zwei Wohnungen und einem gedeckten Schwimmbad. «Die Häuser sind teilweise baufällig, stehen schon länger leer und genügen den heutigen Wohnansprüchen nicht mehr», erklärt Patrick Müller, Investor, Architekt und Generalunternehmer in Personalunion. Es bestehe nun die Möglichkeit, auf insgesamt 8688 Quadratmetern Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen. Je sechs Wohnungen werden eine Wohnfläche von 135 beziehungsweise 180 Quadratmetern aufweisen, neun mit 158 Quadratmetern. «Der Innenausbau ist flexibel gestaltbar und daher können luxuriöse 3?- bis 6?-Zimmer-Wohnungen realisiert werden», so Müller. Ausserdem können sich künftige Eigentümer über indirekten Seeanstoss freuen: Ein exklusives Plätzchen am Vierwaldstättersee gehört zur Überbauung und kann über einen Weg direkt unterhalb des «Sonnhaldenparks» erreicht werden. Die Wohnungen kosten zwischen 1,5 bis 2,8 Millionen Franken verrät Müller. Der hohe Preis sei durch die ruhige Lage und den Blick auf See und Berge aber gerechtfertigt. Das Interesse an den Wohnungen sei bereits zum jetzigen Zeitpunkt gross. «Wir haben viele Anfragen von Einheimischen, die ihr Haus verkaufen und in eine Wohnung ziehen möchten.» Müller rechnet für sein Projekt mit Gesamtkosten von 45 Millionen Franken. «Geht alles nach Plan, können wir im Sommer 2017 mit dem Bau beginnen», sagt Patrick Müller.

«Projekt trägt Sorge zu Freiflächen»

Bei der Gemeinde Horw kommt der Gestaltungsplan für den «Sonnhaldenpark» gut an. «Ein erster Augenschein der Planung zeigt eine ansprechende Siedlung. Wir sind froh, dass solche Wohnungen entstehen. Davon gibt es in Kastanienbaum nur wenige», sagt Gemeinderätin Manuela Bernasconi. Positiv wertet die Bauvorsteherin auch die unterirdische Parkierung der Autos. «Ausser einigen Besucherparkplätzen verschwinden alle Fahrzeuge unter dem Boden. Dies ist wichtig, da bei verdichtetem Bauen grosse Sorge zu den Freiflächen getragen werden muss.» Das Projekt werde in den kommenden Monaten durch das Baudepartement geprüft und allfällige Einsprachen verhandelt, so Bernasconi. Bewilligt wird der Gestaltungsplan voraussichtlich im Spätherbst. Der Gestaltungsplan liegt bis am 25. Juni bei der Gemeinde auf.

Christine Meier wohnt in der unmittelbaren Nachbarschaft des Bauprojekts und schaut der geplanten Überbauung optimistisch entgegen: «Es ist zwar schade, dass die grossen Grünflächen verbaut werden. Andererseits bin ich froh, dass der bestehende Altbau verschwindet.» In ihren Augen seien die geplanten Häuser wenig dominant und fügten sich gut ins Quartier ein. Generell sei die Stimmung gegenüber dem Projekt in der Nachbarschaft wohlwollend, dennoch gebe es – wie bei allen grossen Projekten – noch einige offene Fragen, insbesondere betreffend der Gästeparkplätze.