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HORW: «Olympia ist kein Ziel – es ist ein Traum»

Sie hat Talent und träumt von den Olympischen Spielen: Die 18-jährige Nadine Fähndrich wurde am Mittwoch für ihre Erfolge geehrt.
Daniel Schriber
Viermal Gold, einmal Silber und einmal Bronze – das ist die Bilanz eines erfolgreichen Winters für Nadine Fähndrich. (Bild Pius Amrein)

Viermal Gold, einmal Silber und einmal Bronze – das ist die Bilanz eines erfolgreichen Winters für Nadine Fähndrich. (Bild Pius Amrein)

Trainieren, trainieren, trainieren. Dazwischen essen, schlafen, Hausaufgaben erledigen – und dann natürlich die Wettkämpfe an den Wochenenden. So sieht Nadine Fähndrichs Alltag aus. Und die 18-jährige Langläuferin könnte sich gerade nichts Schöneres vorstellen. «Von mir aus könnte das Leben ein einziges, grosses Trainingslager sein», lacht sie. Die Zufriedenheit lässt sich mit einem Blick ins Sportarchiv unserer Zeitung erklären. 4 Mal Gold, 1 Mal Silber, 1 Mal Bronze – so ihre Bilanz an den Schweizer Meisterschaften. In diesem Winter, versteht sich. Hinzu kommt der 5. Rang an den Juniorenweltmeisterschaften von Val di Fiemme, den das Mitglied des Skiclubs Horw als «grössten Erfolg» in ihrer Karriere bezeichnet. Kein Wunder gilt die 18-Jährige als grösstes Schweizer Langlauftalent. Fähndrichs Spitzenleistungen finden auch ausserhalb des Langlaufzirkus Beachtung. Gestern Abend wurde sie an der Sportlerehrung der Gemeinde Horw ausgezeichnet. «Das bedeutet mir sehr viel.»

Mit drei Jahren auf die Loipe

Wir treffen Fähndrich zum Interview in ihrer Stube im Eigenthal. Schauen wir aus dem Fenster, erblicken wir nicht weit entfernt die Eigenthaler Langlaufloipe. Diese begleitet Fähndrich schon ihr ganzes Leben. Ihr Vater, ihr Onkel, ihre Mutter, ihr Bruder – alles Langläufer. Dass auch Nadine nachziehen wird, scheint von Anfang an klar zu sein. Mit drei Jahren steht sie das erste Mal auf den Ski, mit sechs absolviert sie die ersten Rennen, mit zehn oder elf merkt sie, dass sie schneller ist als andere. «Also begann ich noch intensiver zu trainieren», sagt sie. Heute ist der Langlaufsport Fähndrichs Lebensmittelpunkt.

Dass der Sport mancherorts als verstaubt gilt, stört die junge Sportlerin nicht im Geringsten. «Ich liebe diesen Sport, nur das zählt.» Ausserdem habe die Sportart dank Dario Cologna, dem grossen Star der Szene, einen spürbaren Aufschwung erlebt.

Zwei Trainings täglich

Bei unserem Treffen nachmittags um vier hat Fähndrich bereits zwei Trainingseinheiten hinter sich. Krafttraining am Morgen, Jogging am Nachmittag. Während der Saison trainiert sie 10 bis 12 Stunden pro Woche, im Sommer gar 12 bis 15 – und es werden jedes Jahr mehr. Macht das Spass? «Ja!», antwortet die Sportlerin ohne zu zögern. «Ich liebe es, meinen Körper an die Grenze zu bringen.» Diese Disziplin, dieser Wille zum Erfolg – das seien Eigenschaften, die Fähndrich auch an Cologna bewundere. Das Gefühl nach dem Training entschädige für die ganze geleistete Arbeit. «Man muss das gern haben, sonst klappt es nicht.»

Derzeit lässt sich die 18-Jährige gemeinsam mit anderen Nachwuchssportlern an der Frei’s Talent School in Luzern zur kaufmännischen Angestellten ausbilden. Der Austausch mit anderen jungen Sportlern ist für Fähndrich eine willkommene Abwechslung. Trotz ihrer Ausbildung denkt die Langläuferin im Moment jedoch nicht an eine Zukunft im Büro. Ihr Ziel ist es, weiter erfolgreich Rennen zu fahren und vom Langlaufsport leben zu können. «Die Erfolge der aktuellen Saison geben mir viel Zuversicht für die Zukunft.» Eine Zukunft, zu der vielleicht die Olympischen Winterspiele von Pyeongchang im Jahr 2018 gehören? Nadine Fähndrich winkt ab. «Die Olympischen Spiele sind noch kein Ziel, sondern erst ein Traum.» Und das ist doch schon was.

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